Recycling
: Duales System setzt weiter auf Gelben Sack

In der Region Oder-Spree wird weiter auf Gelbe Säcke gesetzt, weil viel Unrat in den wenigen Gelben Containern landet.
Von
Joachim Eggers
Erkner
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  • Bergeweise Plastikmüll: Carola Muhlack, Betriebsleiterin vom Umweltservice Veolia, bei ihrer Stippvisite auf dem Gelände der Deponie Alt Golm, wo gelbe Säcke sortiert werden.

    Bergeweise Plastikmüll: Carola Muhlack, Betriebsleiterin vom Umweltservice Veolia, bei ihrer Stippvisite auf dem Gelände der Deponie Alt Golm, wo gelbe Säcke sortiert werden.

    Bettina Winkler
  • Wiederverwendbar: Stefan Proske (l.) und Andreas Ecke vom Bauhof Grünheide leeren die Laubsäcke und lassen sie zur erneuten Benutzung am Zaun zurück.

    Wiederverwendbar: Stefan Proske (l.) und Andreas Ecke vom Bauhof Grünheide leeren die Laubsäcke und lassen sie zur erneuten Benutzung am Zaun zurück.

    Anke Beißer
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„Der Gelbe Sack“, antwortet Evelyn Neidhardt, beim Kommunalen Wirtschaftsunternehmen Entsorgung für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, „ist vom Dualen System generell als Sammelbehältnis vorgesehen.“ Sie verweist auf wenige Ausnahmen, wo vor Jahren Container aufgestellt wurden. An eine Ausweitung sei nicht gedacht. Als Gründe verweist sie auf die Nutzer, die in die Tonnen nicht nur Verpackungsmaterialien werfen, sondern sie für übrigen Müll missbrauchen. Anders als bei der Bio-Tonne, die freiwillig genutzt wird, sei die Menge an Störstoffen in den Containern immens, die Hemmschwelle offenbar sehr gering, in den kostenfreien Tonnen alles zu entsorgen.

Das bestätigt Carola Muhlack vom Abfallunternehmen Veolia in Alt Golm, wo die Wertstoffe entgegengenommen, sortiert und dem Recycling zugeführt werden: „In den gelben Containern aus Wohnanlagen befinden sich Essensreste, Altreifen mit Felgen, Batterien und mehr.“

Laub wird in Plastik entsorgt

Die Frage der Plastiksäcke stellt sich auch bei der Laubentsorgung. Waren bis vor einiger Zeit Papierbehältnisse gang und gäbe, sind die meisten Kommunen inzwischen auf Plastik umgestiegen. Überall ist der gleiche Grund zu hören: Ist ein Sack blickdicht, verleitet das dazu, nicht nur das Straßenlaub hineinzupacken. „In Erkner werden die Tüten eingesammelt, ausgekippt, vom Bauhof auf Löcher und Verschmutzung kontrolliert und zum erneuten Benutzen zur Verfügung gestellt“, erläutert Bürgermeister Henryk Pilz.

In Schöneiche kümmert sich eine Firma um die Laubsackentsorgung. laut Bürgermeister Ralf Steinbrück komme das Laub auf die Kompostieranlage und die Plastiksäcke werden der Verwertung zugeführt, also nicht erneut verwendet. Einen dritten Weg bestreitet Grünheide. Hier sind die Anrainer von Straßenbäumen aufgefordert, das Laub in handelsübliche blaue Säcke zu packen. Diese werden vom Bauhof vor Ort auf der Ladefläche des Transporters entleert und wieder an den Zaun gehängt.

Die Stadt Fürstenwalde hat schon vor etwa drei Jahren auf Plastik-Säcke umgestellt. Entscheidend dafür, sagt Stadtsprecherin Anne-Gret Trilling, ist die Möglichkeit zur Sichtkontrolle. „Wenn statt Straßenlaub Gestrüpp von der Hecke auf dem Grundstück im Sack ist, lassen die Mitarbeiter des Betriebshofs den Sack auch mal stehen, und der Grundstückseigentümer bekommt einen Hinweis“, erläutert sie. Die Säcke würden ausgekippt und als Plastemüll entsorgt.