Religion
: Vom Angelladen zum Gebetsraum

Der islamische Verein IFZ Al Salam hat Räume in Fürstenwalde gemietet, um dort einen Gebetsraum einzurichten.
Von
Manja Wilde
Fürstenwalde
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Gebete im schlichten Flachbau: Der Verein IZF Al Salam will einen Gebetsraum in der Ehrenfried-Jopp-Straße 17 einrichten.

Manja Wilde

Die Liegenschaft gehört zur Wohnweltmöbel Vertriebsgesellschaft mbH. „Die Planung ist so, dass wir für zwei Jahre einen Raum zur Verfügung stellen“, sagt Geschäftsführer Heinrich Hajen. Dieser müsse aber noch ein wenig umgebaut werden.

Da davon keine tragenden Wände betroffen sind, hätten die Vereinsmitglieder nicht damit gerechnet, dass für die Arbeiten ein Bauantrag gestellt und die Baugenehmigung abgewartet werden muss. Dies ist aber der Fall — allein deshalb, weil die Räume künftig anders genutzt werden sollen als bisher. Und für eine Nutzungsänderung ist laut Brandenburgischer Bauordnung eine Baugenehmigung Pflicht. Noch ist diese nicht erteilt, darum ruhen die Arbeiten. Insgesamt habe der Verein eine Fläche von 300 Quadratmetern gemietet – einen großen und einen kleinen Raum sowie Toilettentrakt.

Wie viele Gläubige sich künftig zu Gebeten einfinden werden, wisse er auch nicht, sagt der Geschäftsführer. Mitglieder des in Fürstenwalde ansässigen Vereins hatten sich bei ihm gemeldet, weil sie einen Raum suchten. „Irgendwo müssen sie ja unterkommen“, sagt Hajen. Es sei auch Interesse bekundet worden, das Gebäude zu kaufen, doch das habe man „auf übermorgen vertagt“, ergänzt er. Der Verein IZF Al Salam ist seit Oktober 2018 ins Register des Amtsgerichts Frankfurt (Oder) eingetragen.

Andere Muslime nutzen seit Jahren das Innenstadtbüro in der Mühlenstraße, um sich dort am Freitag zum Mittagsgebet zu treffen. Der Freitag ist im Islam der wöchentliche Feiertag, an dem das Mittagsgebet in der Gemeinschaft verrichtet wird. Bereits Anfang 2016 gab es in der Mühlenstraße Platzprobleme, begann die Suche nach einem neuen Gebetsraum.