Lichterloh gebrannt habe es am frühen Abend des 5. Dezembers, erinnert sich Ronny Kögel. Am Straßenrand vor seinem Haus in Berkenbrück waren die ehemaligen Möbel des Vaters seiner Partnerin für den Sperrmüll abgestellt worden. Kögel und seine Partnerin seien im Nachbarhaus gewesen, als sie durch die Sirenen aufmerksam gemacht wurden. „Jemand, der vorbeigefahren ist, hat die Feuerwehr alarmiert“, berichtet Kögel. „Gegen halb sechs war das.“ Ihr Haus sei abgelöscht worden, „eine irre Hitze“ sei es gewesen. Später am Abend kam die Wehr erneut ausgerückt, der Unrat qualmte nach wie vor. Und nun knapp zwei Wochen später liegen die verkohlten Reste immer noch am Straßenrand in der Fürstenwalder Straße.

Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung

„Nun liegt es da. Ich weiß nicht, wer das entsorgt“, so Kögel. Niemand fühle sich zuständig. Die Polizei sei vor Ort gewesen, dazu einige Gutachter – denn die Bäume auf dem Grünstreifen, zwischen denen der Sperrmüll abgelegt wurde, sind auch in Mitleidenschaft gezogen worden bei dem Feuer und ihre Rinde kohlig schwarz.
Laut Polizei wurde eine Anzeige wegen Sachbeschädigung aufgenommen, die aktuell von der Kriminalpolizei bearbeitet werde. „Die Beseitigung der Reste des Brandes erfolgt in Zuständigkeit des Amtes Odervorland“, teilte Roland Kamenz von der Pressestelle der Polizeidirektion Ost mit.
Amtsdirektorin Marlen Rost sieht das etwas anders: „Meines Erachtens ist der ursprüngliche Eigentümer nach wie vor Eigentümer und für die Beseitigung zuständig.“ Erst, wenn Sperrmüll abgeholt wurde, ist das Eigentum übertragen – unabhängig davon, ob Gegenstände auf dem eigenen Grundstück stehen oder auf einem Grünstreifen, der im Landesbesitz ist, erklärt Rost. Sie habe sich nun mit dem ehemaligen Eigentümer geeinigt, dass die Reste am Donnerstag auf seine Kosten entfernt werden.