Schwarzarbeit in Fürstenwalde: Drei Bauarbeiter flüchten bei Zoll-Kontrolle

Zoll-Kontrolle in Fürstenwalde: Ein Zollbeamter steht während einer Prüfmaßnahme der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls auf einer Baustelle (Symbolbild).
Soeren Stache/dpa- Zoll-Razzia in Fürstenwalde: 16 Beamte prüfen Baustelle auf Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung.
- Drei brasilianische Arbeiter ohne Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis flüchten, werden aber gestellt.
- Strafverfahren wegen illegalem Aufenthalt und Arbeiten eingeleitet – auch Arbeitgeber wird geprüft.
- Bundespolizei übernimmt Identitätsprüfung, Arbeiter erhalten Aufforderung zur Ausländerbehörde.
- Ziel der Kontrolle: Prüfung von Sozialversicherungen, Mindestlöhnen und Arbeitsgenehmigungen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es müssen regelrechte Jagdszenen gewesen sein. „Nacheile“ heißt im Behördendeutsch, was da am Mittwoch (13. August) auf einer Baustelle in Fürstenwalde stattgefunden hat. Wie das Hauptzollamt Frankfurt (Oder) am Montag (18. August) meldete, war die Nacheile Ergebnis einer Razzia.
Dabei wird überprüft, ob die Arbeitgeber ihre Beschäftigten ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet haben, ob Sozialleistungen von Arbeitnehmern zu Unrecht bezogen werden, ob Personen mangels Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis illegal beschäftigt sind und ob die Mindestlöhne gezahlt werden.
Es war eine 16-köpfige Truppe des Zolls, die auf der Baustelle erschien. Es war kein Einfamilienhaus, sondern eine größere Baustelle, sagte eine Sprecherin des Zolls auf Nachfrage. Und gleich beim Eintreffen der Kontrolleure versuchten drei Beschäftigte zu fliehen, wurden aber gestellt. Die geflüchteten Personen sind brasilianische Staatsangehörige, die keine Ausweisdokumente vorlegen konnten, die sie zu Aufenthalt und Erwerbstätigkeit in Deutschland berechtigen würden.
Bundespolizei half dem Zoll in Fürstenwalde
Die erkennungsdienstlichen Maßnahmen übernahm die Bundespolizei. Gegen die drei Brasilianer wurden Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthaltes sowie Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen illegaler Arbeitsaufnahme eingeleitet. Auch gegen den Arbeitgeber wird ermittelt.
Die Brasilianer sind wieder auf freiem Fuß, sagte die Zoll-Sprecherin. Sie erhielten eine sogenannte Anlaufbescheinigung für die zentrale Ausländerbehörde des Landes Brandenburg in Eisenhüttenstadt. Gemeint ist damit eine Aufforderung, sich dorthin zu begeben, erläuterte die Sprecherin.
