Schwimmbad
: Fliesen trüben Badespaß im Schwapp

Fürstenwaldes Stadtverordnete fordern Sanierung des Schwapp. Gefahr für Gäste besteht laut Bürgermeister nicht.
Von
Annemarie Diehr
Fürstenwalde
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Archivfoto

Annemarie Diehr

Inhaltlich gehe es darum, führte Mitglied Stephan Wende aus, Finanzierungsmöglichkeiten für dringend notwendige Investitionen auszuloten, nachdem das Schwapp im Bundesprogramm Sportstättenförderung leer ausgegangen ist. Mehr als eine Million Euro würde allein die Erneuerung der Fliesen im Bad und in den Wasserbecken kosten.

Sanierungskonzept beauftragt

Die kaufmännische Betriebsleiterin Susann Müller sei beauftragt worden, bis Ende Juni ein Sanierungskonzept zu erstellen, sagte Bürgermeister Matthias Rudolph (BFZ). „Das klingt, als wäre Gefahr im Verzug“, äußerte sich Christian Dippe (BFZ). „Ja, Gefahr ist im Verzug. Seit 2014 ist die Trittsicherheit nicht mehr gegeben“, antwortete Mathias Hellmann, technischer Betriebsleiter des Bades. In einem Schreiben des Fliesenlegers von 2017 heiße es, „dass er für durchgeführte Reparaturarbeiten an Wand– und Bodenfliesen keine Gewährleistung übernimmt“ und es „zu Ablösungen und damit nicht geplanten Schließzeiten kommen kann“. „Das heißt ja, dass wir das Schwapp kurzfristig schließen müssen“, entgegnete Dippe.

„Ich wollte damit nicht sagen, dass das Bad geschlossen werden muss, sondern dass es saniert werden muss“, sagt Hellmann einen Tag später, am Freitag, im Rathaus. Er habe sich am Morgen vor Ort umgesehen und Unterlagen eingeholt, sagt Rudolph. Sein Fazit: „Gefahr im Verzug ist nicht gegeben, deshalb habe ich mich entschlossen, das Bad zu öffnen“, so der Werkleiter des kommunalen Eigenbetriebs.

Als Beleg dient ihm unter anderem der jüngste Tätigkeitsbericht zum Arbeitsschutz vom 23. Mai. Darin heißt es, dass Fliesen im Badbereich sehr glatt seien. „Deshalb wurden Schilder aufgestellt und Rillen reingeflext“, so Rudolph. Drei Unfälle habe es seit April 2018 im Bad gegeben, „keiner ist auf die Fliesen zurückzuführen“. Weiter heißt es im Bericht: „Es wird empfohlen, Sanierungsarbeiten an Fliesen schnellstmöglich durchzuführen. Gefahr im Verzug ist nicht gegeben“. Die Sicherheit soll nun ein von den Stadtverordneten beauftragtes Gutachten bewerten. Die Stadt, so Rudolph, lote Finanzierungsmöglichkeiten aus.