Silvester
: Mit Knallern eingedeckt für den Jahreswechsel

Am Sonnabend startete der Feuerwerksverkauf. Aber nicht alle Kunden geben zu Silvester viel Geld für Raketen aus.
Von
Elke Lang,
Alexander Winkler
Fürstenwalde
Jetzt in der App anhören
  • Machen nur wenig Feuerwerk: Familie Ohm aus Wilhelmshagen kaufte am Sonnabend lieber in Erkner als in Berlin ein. Michaela Ohm und Tochter Ylvi griffen im Fairkauf statt nach einer Zwanzigerpackung Glücksraketen nach drei einzelnen.

    Machen nur wenig Feuerwerk: Familie Ohm aus Wilhelmshagen kaufte am Sonnabend lieber in Erkner als in Berlin ein. Michaela Ohm und Tochter Ylvi griffen im Fairkauf statt nach einer Zwanzigerpackung Glücksraketen nach drei einzelnen.

    Elke Lang
  • Bietet 120 Artikel an: Tino Weise vom Feuerwerksverkauf in der Puschkin-/ Rauener Straße in Fürstenwalde

    Bietet 120 Artikel an: Tino Weise vom Feuerwerksverkauf in der Puschkin-/ Rauener Straße in Fürstenwalde

    ALEXANDER WINKLER www.alwin-23.d
1 / 2

Bei Fairkauf in Erkner wirbt ein großes, rotes Schild über dem Eingang: Verkauf von Feuerwerkskörpern. Das hatte im Vorbeifahren auch Familie Ohm aus Wilhelmshagen gesehen. Um nicht in die überfüllten Läden in Berlin gehen zu müssen, sondern „alles etwas entspannter zu haben“, waren Mike und Michaela Ohm mit Tochter Ylvi am Sonnabend hierher gekommen. Sie kauften Glücksraketen und Kinderfeuerwerk. „Wir machen zu Silvester nur wenig Feuerwerk, um die Umwelt nicht so sehr zu belasten“, ist der Familie wichtig.  Von den Glücksraketen mit Wunschzettel haben sie deshalb keine Zwanzigerpackung genommen, sondern nur drei einzelne — für jeden von ihnen eine.

Ganz anders sah es bei Reinhard Sahr aus Herzfelde aus. Sein Einkaufswagen war voll. Über 100 Euro legte er dafür hin. Vom Tischfeuerwerk bis zu den verschiedensten Raketen und einer dicken Fontäne war alles dabei. Zu zehnt wird bei ihm Silvester gefeiert, darunter sind vier Kinder. Auf die Frage, ob es bei ihm das größte Feuerwerk seiner Straße geben würde, antwortete er schmunzelnd: „Bestimmt nicht.“

Im Fairkauf in Erkner ging es am Sonnabend tatsächlich entspannt zu. Zwei Kassen waren offen, und die Verkäuferinnen hatten für jeden noch ein kleines, freundliches Extrawort übrig. Marktleiterin Annett Wollschlaeger war voll zufrieden. „Der Verkauf von Feuerwerkskörpern läuft genauso gut wie im letzten Jahr.“ Besonderer Renner seien wieder Glücksraketen, in der Regel für jedes Familienmitglied eine. „Zu allem, was knallt, kommen Papierschlangen, Konfetti und Hüte“, sagt sie. Dabei ist Annett Wollschlaeger der Umweltgedanke nicht fremd. „Es ist schlimm bestellt mit der Umwelt, aber mit dem Verbot von Feuerwerkskörpern allein kann man sie auch nicht retten.“ Die Marktleiterin vertraut auf das Verantwortungsbewusstsein der Kunden: „Jeder über 18 Jahre kann selbst entscheiden, was und wieviel er kaufen will.“

Bei Tino Weise, Fachverkäufer für Feuerwerk der Marke „Nico“ im temporären Feuerwerksverkauf in der Puschkin-/Ecke Rauener Straße in Fürstenwalde, kostet die teuerste Batterie 159 Euro, mit 110 Sekunden Laufzeit. Über 120 Artikel für jedes Alter gibt es bei ihm, von kleinen Batterien bis zu lauten Feuerwerken und auch solche, bei denen es nur um Farben geht. „Für die Freaks gibt es in diesem Jahr wieder ein Zündsystem für bis zu 15 Batterien, das über eine App gesteuert wird.“