Sommer: Wakeboard-Fans kommen in Bad Saarow auf ihre Kosten
Wakeboarding auf dem Petersdorfer See
Los geht es mit dem Wakepark auf dem Petersdorfer See. "Wakeboarden ähnelt dem Snowboarden. Man ist mit dem Füßen auf einem Brett fixiert, das seitlich fährt“, erklärt Inhaber Nils-Uwe Schröder, der die Anlage seit 20 Jahren betreibt. Für die Geschwindigkeit sorgt eine Leine, an der man sich festhält, um auf dem Wasser entlang gezogen zu werden. Das normale Tempo beträgt dabei 30 Stundenkilometer. Während der Anfängerkurse wird die Seilbahn auf 26 bis 28 Stundenkilometer herunter gedrosselt. Diese finden sonnabends, ab 11 Uhr, für zwei Stunden statt. Zudem werden für Neulinge bis zum 28. August auch unter der Woche Sommerferienkurse angeboten. Erwachsene zahlen für die Kurse 50 Euro, für Kinder bis 16 Jahre fallen 45 Euro an Kosten an. Der Verleih von Boards, Schwimmwesten und gegebenenfalls Neoprenanzügen sind im Preis inbegriffen.
Zum Wakeboarden brauche es nicht viel: "Man muss schwimmen können, mindestens zehn Jahre alt sein und auf die Anweisungen der Mitarbeiter hören“, erklärt Schröder. Jeder Anfängerkurs beginnt mit Instruktionen durch ein Erklärungsvideo und einer Einführung vom Inhaber. Anschließend lernen alle die Seilbahn auf einem Kneeboard kennen. Wie es der englische Begriff schon impliziert, kniet man auf dem Brett, „damit man zunächst ein Gefühl für den Zug der Seilbahn bekommt“, erläutert Schröder.
Am vergangenen Sonnabend gelang vielen Teilnehmern des Anfängerkurses die erste Fahrt auf Knien schon ganz gut. Es war die erste Kurve auf der 740 Meter langen Strecke, die einige ins Wasser fallen ließ. Eine Teilnehmerin erklärte: „Ich muss noch lernen, das Gewicht auf den Brett besser ausbalancieren.“ Wer den Halt verliert, schwimmt, das Brett vor sich her schiebend, zu einer von mehreren Badestellen, die am Ufer entlang der Seilbahn verteilt sind.
Nach drei oder vier Runden auf dem Kneeboard trauten sich die ersten auf das Wakeboard. So auch die 14-Jährige Valentina Müller aus Fulda, die mit ihrer Familie zum ersten Mal in der Region Urlaub macht. „Ich hatte das zuhause auch schon ein paar Mal gemacht“, erzählte sie. Nicht nur Valentina landete bei ihren ersten Versuchen auf dem Wakeboard unmittelbar im Wasser. Auch andere Teilnehmer verloren unter großem Gelächter recht schnell die Balance. Doch stellten sich mit jedem Versuch immer mehr Erfolge ein. Ab 13 Uhr ist die Anlage für Fortgeschrittene Wakeboarder oder Wasserski-Fahrer geöffnet. Für diese ist entlang der Seilbahn-Route ein Parcours aufgebaut, den man mit dem Board überwinden kann.
Gokarts mit Elektroantrieb in Bad Saarow
Wenn die Haare wieder trocken sind, lädt nur zwei Kilometer weiter in Richtung Fürstenwalde die Gokart-Anlage Spreeflitzer ein. „Es ist echt schön bei euch. Eigentlich müsste man nach Brandenburg ziehen“, sagt Dominique Zabel aus Berlin. Sein Sohn Kilian düst zum ersten Mal mit einem Gokart und schlägt sich zur Freude seines Vaters erstaunlich gut. Der Vierjährige fährt in einem Kinderbuggy, mit dem die Drei- bis Sechsjährigen bis zu acht Stundenkilometer erreichen können. Bis 14 Jahre beschleunigt das Kinder-Kart auf 15 Stundenkilometer und ab 15 Jahren fährt man in einem wieder anderen Modell die doppelte Geschwindigkeit. "Durch ihren Elektroantrieb sind die Gokarts leise und stören die Nachbarn nicht“, erzählt Johannes Zier, der auf der Bahn arbeitet. Eine Fahrt dauert zehn Minuten, gelöst werden kann sie einzeln oder als Dreierkarte. Die Preise variieren je nach Modell. Eine Einzelfahrt mit dem Kinderkart kostet beispielsweise zehn Euro. „Für einen Geburtstag kann man die ganze Bahn mieten“, sagt Zier. Die Autos sind übrigens Marke Eigenbau von der Werkstatt nebenan.
Rodeln und Murmeln bei Scharmützelbob
Von den Spreeflitzern führt ein offenes Tor zur Scharmützelbob-Anlage. Die größte Attraktion ist die Sommerrodelbahn, die man mit bis zu 40 Stundenkilometern hinuntersausen kann. „Das Besondere ist, dass es gleich zwei Mal hochgeht“, erklärt Betriebsleiter Stefan Köpp. Das heißt, während der zweiminütigen Fahrt, wird der Bob noch ein zweites Mal mit dem Lift nach oben gezogen, es wartet also eine doppelte Abfahrt. Wer Anstehen vermeiden möchte, sollte entweder vormittags oder am Abend gegen 18 Uhr vorbeischauen, empfiehlt Köpp. Für Erwachsene kostet eine Fahrt drei Euro und für Kinder zwei Euro. Zudem gibt es Sechserkarten. Zum Entschleunigen befindet sich seit letztem Jahr eine mehrstufige Holzmurmelbahn auf dem Gelände. Angefertigt wurde diese vom Fürstenwalder Holzkünstler Steffen Böttger, die Kugeln kosten einen Euro. Kinder mit noch übrigen Energiereserven können sich zudem auf einem Spielplatz austoben.
Abschließend kann man sich zur Stärkung den Bauch am Imbiss vollschlagen und das Erlebte Revue passieren lassen, bevor man nach so einem temporeichen Tag die wohlverdiente Entspannung antritt.
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