Sperrung auf A12
: Mann stirbt nach schwerem Unfall – Stau auf Autobahn bei Fürstenwalde

UPDATE, 15:50 Uhr: Auf der A12 bei Fürstenwalde hat es einen schweren Unfall mit Todesfolge gegeben. Die Autobahn wurde in Richtung Berlin gesperrt. Jetzt hat die Polizei die Strecke wieder freigegeben.
Von
Christina Sleziona,
Christoph Mann
Fürstenwalde/Storkow 
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Verheerender Crash: Wegen eines schweren Unfalls mit Todesfolge bei Fürstenwalde ist die A12 in Richtung Berlin gesperrt worden.

Sappeck/BLP

Nach einem schweren Unfall zwischen Fürstenwalde und Storkow ist die A12 Richtung Berlin am Dienstagmorgen voll gesperrt worden. Um 7 Uhr wurden die Einsatzkräfte der Fürstenwalder Feuerwehr alarmiert, die mit vier Fahrzeugen und etwa 20 Kameraden ausrückte.

Zwei Lkw und ein Kleintransporter waren laut Pressestelle der Polizei in den Unfall verwickelt. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde der Fahrer des Transporters eingeklemmt, als er verkehrsbedingt hinter einem Laster halten musste und ein zweiter Lkw auf beide Fahrzeuge auffuhr. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.

Leider kam jede Hilfe zu spät.

Laut Feuerwehr Fürstenwalde wurde der Verunglückte so tief unter den vorderen Lkw geschoben, dass er noch am Unfallort verstorben ist. Um 7.48 Uhr haben Einsatzkräfte ihn geborgen. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, wird aktuell von Sachverständigen der Dekra geklärt.

Der Kleintransporter hatte ein polnisches Kennzeichen. Um die Identität des Toten zu ermitteln, hat die Polizei Kontakt zu Kollegen vom Gemeinsamen Zentrum der Deutsch-Polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Swiecko aufgenommen.

Nichts für schwache Nerven: Der Verunglückte starb trotz Rettungskräften am Unfallort auf der A12.

Sappeck/BLP

Gegen 8.30 Uhr wurde laut Polizei der linke Fahrstreifen auf der A12 freigegeben, um die Fahrzeuge direkt hinter der Unfallstelle vorbeizulassen. Alle anderen Autofahrer seien an der Anschlussstelle Fürstenwalde-Ost von der Autobahn abgeleitet worden.

Ab dort blieb die Autobahn in Richtung Berlin noch eine ganze Weile voll gesperrt. Gegen 14.45 Uhr konnte diese Sperrung durch Mitarbeiter der Autobahnmeisterei wieder beseitigt werden. Der ADAC berichtet um 15.50 Uhr von einem acht Kilometer langen Stau und einer Stunde Zeitverzug. Bereits 20 Minuten später rollte der Verkehr fast wieder normal.

Innenstadt von Fürstenwalde verstopft

Auch auf den Ausweichrouten, wie zum Beispiel der Landesstraße L38 zwischen Fürstenwalde und Hangelsberg bildeten sich im Verlauf des Morgens kilometerlange Auto- und Lkw-Schlangen. In Fürstenwalde selbst herrschte zwischenzeitlich ebenfalls dichter Verkehr, standen die Autos vor der Spreebrücke rund 15 Minuten.

„Warum wird der Verkehr eigentlich schon Fürstenwalde Ost und nicht erst West abgeleitet?“, fragte sich mancher Verkehrsteilnehmer. Immerhin führe dies unweigerlich dazu, dass die Stadt verstopft. Bei der Polizei hieß es dazu auf Nachfrage, dass dies die Autobahnmeisterei entscheide. Jedoch habe das Ableiten in Fürstenwalde Ost den Vorteil, dass Kraftfahrer in Richtung Süden gleich über die Umgehungsstraße nach Beeskow fahren könnten.

Sprecher Autobahn: B168 ist leistungsfähiger

Von Ralf Brodel, Sprecher der Autobahn GmbH des Bundes, heißt es zu dieser Frage: „In solchen Fällen wird immer über Fürstenwalde Ost abgeleitet, weil andernfalls die Stadt volllaufen würde.“ Diese Feststellung beruhe auf Erfahrungswerten der Autobahnmeisterei Fürstenwalde. Die Bundesstraße B168 sei leistungsstärker, um den Verkehr aufzunehmen, ihn um die Stadt herumzuleiten und auf die L38 in Richtung Berlin/A10 zu bringen. Erschwerend kommt in Fürstenwalde allerdings aktuell hinzu, dass die Lise-Meitner-Straße gesperrt ist.

Am Nachmittag, gegen 15.30 Uhr, hat es einen weiteren Unfall gegeben. Dieser wurde auf der Ausweichstrecke zwischen Fürstenwalde und Hangelsberg gemeldet.