Plakate kündigen es schon seit Wochen an: Die Filiale von Anika-Schuh wird geschlossen, und zwar zum Jahresende, wie es übereinstimmend von Mitarbeitern und einer Sprecherin des Unternehmens aus Neustrelitz heißt. Sie sprach von wirtschaftlichen Gründen und mangelnder Kaufkraft. Das Schuhgeschäft war im März 2015 auf einer Fläche von 250 Quadratmetern eröffnet worden.
Mark Jarosz, der Center-Manager, hat indes die Hoffnung noch nicht aufgegeben, das Geschäft zu halten. Es liefen Gespräche in alle Richtungen. „Dabei geht es um eine mögliche Vertragsverlängerung, aber auch die Suche nach alternativen Konzepten für das Center.“ Schon jetzt stehen Ladenlokale leer. „Die aktuelle Lage führt bei vielen Einzelhändlern zu einer spürbaren Zurückhaltung“, teilt Jarosz mit. Das merke man auch bei der Vermietung.
Wenig einladend wirken die Baken, die seit Mai auf dem Markt vor dem Rathaus-Center stehen. Das Pflaster ist abgesackt, darunter sind Lichtschächte, die zum Rathaus-Center gehören. Man hoffe auf eine schnelle Lösung, so Jarosz. Christfried Tschepe, der Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, sagte, man sei „guter Dinge, dass die Lösung noch dieses Jahr angeschoben wird“.