Tier in Fürstenwalde: Wildunfall auf Autobahn A10 bei Erkner beschäftigt Tierheim

Dieser Mäusebussard ist auf der Autobahn A10 bei Erkner verunfallt. Das Tier wird von dem Tierheim in Fürstenwalde gepflegt. Wegen des Unfalls kann er nicht greifen. Ohne die Pflege würde er verhungern.
Susanne Hübscher- Ein Mäusebussard wurde auf der A10 bei Erkner verletzt und ins Tierheim Fürstenwalde gebracht.
- Die Genesung dauert etwa sechs Wochen, tägliche Pflege ist notwendig.
- Das Tierheim ruft zu Spenden auf, um die Kosten zu decken.
- Wildunfälle mit Vögeln auf der A10 sind häufig, Polizeibeamte helfen bei der Rettung.
- Spendenkonto: Sparkasse Oder-Spree, IBAN: DE97 1705 5050 1000 3686 68.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Fast jeder Autofahrer sieht sie auf den Zäunen entlang der Autobahnen sitzen: Vögel auf Nahrungssuche. Meist handelt es sich um Greifvögel, die vor allem die kurz gehaltenen Grasflächen am Straßenrand nach möglicher Beute absuchen. Bei der Jagd werden sie manchmal von Fahrzeugen erfasst oder geraten in den Sog von Fahrzeugen und verletzen sich dabei. So beschreibt Roland Kamenz von der Pressestelle der Polizeidirektion Ost die Ursachen für Wildunfälle mit Greifvögeln an Autobahnen.
Ein Mäusebussard war Anfang des Jahres auf der A10 mit einem Auto kollidiert und von einem Tierfreund ins Tierheim Fürstenwalde gebracht worden. Tierheimleiterin Christine Matzke kümmerte sich persönlich um die Genesung des Vogels. „Wir haben ihn geröntgt. Zum Glück wurden keine Brüche festgestellt, aber er hat eine starke Prellung am Bein, vor allem an der Hüfte“, erklärt sie.
Tier muss mehrere Wochen im Tierheim Fürstenwalde bleiben
Die Genesung des Mäusebussards wird etwa sechs Wochen dauern. Durch den Unfall an der Autobahn kann der Vogel sein Futter nicht mehr greifen. „Jeden Tag kümmere ich mich etwa eine Stunde lang um den Bussard. Dabei üben wir das Greifen“, erklärt Matzke, der dafür einen Stock benutzt. Das sei in der Natur wichtig, sonst könnten Greifvögel kaum überleben.
Täglich schneidet die Tierpflegerin kleine tiefgefrorene Mäuse in Stücke, die der Vogel in passende Happen zerreißen kann. „Wenn er es nicht schafft, muss er eingeschläfert werden“, sagt sie.

Auf Hilfe angewiesen: Tierheimleiterin Christine Matzke kümmert sich seit mehreren Wochen um einen verunglückten Mäusebussard, der gegen ein Auto geknallt ist.
Susanne HübscherSpendenaufruf
Vor allem in den Wintermonaten Januar und Februar, wenn die Temperaturen sinken und das Nahrungsangebot knapp wird, ist die Versorgung der Vögel besonders wichtig. Das Tierheim übernimmt diese Aufgaben ehrenamtlich und erhält nach eigenen Angaben keine finanzielle Unterstützung.
Für die Pflege und medizinische Versorgung ruft das Tierheim zu Spenden auf, um die Kosten für die Versorgung des Mäusebussards zu decken. „Allein das Röntgen kostet viel Geld“, sagt Matzke.
Bankverbindung für Geldspenden:
Konto: Sparkasse Oder-Spree
IBAN: DE97 1705 5050 1000 3686 68
BIC: WELADED1LOS
Auf Wunsch wird eine Spendenquittung ausgestellt.
Acht Wildunfälle auf der Autobahn A10 mit Vögeln in zwei Jahren
Matzke lobt das Vorgehen der Polizeibeamten in Erkner, die gelegentlich zu Wildunfällen mit Vögeln gerufen werden. „Im Jahr 2023 wurden drei Wildunfälle registriert, im Jahr 2024 waren es im gleichen Bereich der Autobahnmeisterei Erkner auf der A10 fünf Wildunfälle mit Vögeln“, erklärt Kamenz.
Tiere, die nach einem Zusammenstoß mit einem Fahrzeug verenden, werden in der Regel von den zuständigen Autobahnmeistereien beseitigt. „Sind die Tiere jedoch verletzt, nehmen sich oft unsere Mitarbeiter der Tiere an. Sie werden in Einwegdecken oder, wenn vorhanden, in Kartons gelegt. In diesen Fällen nimmt die Polizei Kontakt zu bekannten Tierpflegestationen oder Kleintierpraxen auf“, so der Pressesprecher. Die Beamten hoffen, dass die Tiere in fachkundiger Obhut gut versorgt und anschließend wieder ausgewildert werden können.

