Tiere in Fürstenwalde
: Aufregung um flüchtige Pferde und Autobahn-Elch – Jahresrückblick

In Fürstenwalde gab es verrückte Begegnungen mit Pferden, Ziegen und Elchen. An diese vier tierischen Ereignisse aus 2024 erinnern wir uns besonders gern zurück.
Von
Susanne Hübscher
Fürstenwalde
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Das Wahrzeichen für Rauen und die Region. Der Holz–Elch an der A12 trägt nun das Namensschild „Rauni“.

Das Wahrzeichen für Rauen und die Region. Der Holz–Elch an der A12 trägt seit 2024 ein Schild mit dem Namen „Rauni“.

Angela Boll
  • Zwei frei laufende Pferde sorgten am 21. März in Fürstenwalde für Aufregung.
  • Wisent-Weibchen Bärta zog 2024 in den Heimattiergarten Fürstenwalde.
  • Ziegenbock Hannes fand im Dezember ein neues Zuhause in Rietz-Neuendorf.
  • Der neue Holz-Elch „Rauni“ wurde an der A12 aufgestellt und begeistert Autofahrer.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Was haben ein Ziegenbock, zwei Pferde, ein Wisent-Weibchen und ein Elch an der Autobahn gemeinsam? Sie alle haben im Jahr 2024 einen besonderen Platz auf Moz.de belegt.

In den vergangenen 365 Tagen gab es in Fürstenwalde und Umgebung Beobachtungen der ganz besonderen Art - vier tierische Geschichten haben uns besonders amüsiert und sollen in diesem Rückblick noch einmal die wilde Seite von Fürstenwalde Revue passieren lassen.

Frei laufende Pferde in Fürstenwalde sorgen für Aufregung

Am 21. März sorgten zwei frei laufende Pferde in Fürstenwalde-Nord für Aufregung. Passanten hatten die Tiere in der Nähe der Ernst-Thälmann-Straße und des Julius-Pintsch-Rings gesichtet und die Polizei alarmiert. Die Pferde, ein dunkelbraunes und ein weiß-graues, liefen auch auf den Straßen und Gleisen umher.

Polizeioberkommissar Till-Justus Hille von der Polizeidirektion Ost bestätigte gegenüber MOZ.de, dass die Tiere später von ihrer Besitzerin eingefangen werden konnten. Der Einsatz von Polizei und Feuerwehr wurde daraufhin abgebrochen. Die Feuerwehr hatte sich darauf vorbereitet, die Pferde zu beruhigen, damit sie nicht auf die Straße laufen. Wem die Pferde gehörten und warum sie sich dort befanden, war unklar. Die Polizei hat in diesem Fall keine weiteren Schritte unternommen, da kein Schaden entstanden ist.

Wisent Bärta zieht im Tierpark in Fürstenwalde ein

Im Heimattiergarten Fürstenwalde gibt es im Jahr 2024 einen Neuzugang: das junge Wisent-Weibchen Bärta. Sie wird zu den größten Tieren im Park gehören und könnte in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Arterhaltung spielen. Marie Frei, Tierpflegerin im Park, betonte bei Bärtas Ankunft die Wichtigkeit der Nachzucht, denn Wisente waren einst vom Aussterben bedroht und stehen heute unter Artenschutz.

Bärta kam aus Bernburg in den Heimattiergarten in Fürstenwalde und soll künftig mit dem Bullen Othello für Nachwuchs sorgen. Die ältere Wisentdame Larissa, die bereits seit 13 Jahren im Park lebt, hat ihre maximale Lebenserwartung fast erreicht. Bärta ist mit einem Jahr und drei Monaten noch zu jung, um gedeckt zu werden, wird aber in zwei bis drei Jahren geschlechtsreif sein.

Die Tiere im Park, vor allem die einheimischen Arten, sind an die Winterkälte gewöhnt. Einige Exoten wie Weißbüscheläffchen und Zwergotter bleiben jedoch im Warmen. Die drei Zwergotter des Parks genießen aktuell am liebsten in ihrem Innengehege und kommen nur bei Interesse der Besucher heraus.

Bock Hannes findet neue Herde

Wild und bockig ging es im Dezember in Fürstenwalde zu. Hannes, ein Ziegenbock-Mischling aus Fürstenwalde, hat nach seinem Aufenthalt im Tierheim Fürstenwalde ein neues Zuhause im Amt Rietz-Neuendorf gefunden.

Nachdem er am 8. Dezember in einer Kiesgrube bei Alt Golm aufgegriffen und ins Tierheim gebracht wurde, fand er schnell eine neue Herde. Zu Hannes Glück darf er sich nun um eine Herde von sieben Weibchen kümmern.

Hannes wird auf etwa sieben bis acht Jahre geschätzt und könnte bis zu 15 Jahre alt werden. Er scheint nicht kastriert zu sein, was ihn für die Nachwuchsplanung seiner neuen Besitzerin und vor allem für ihre Ziegen interessant macht.

Elch Rauni begeistert wieder an der Autobahn A12

Der Elch auf der A12 - wer kennt ihn nicht? Seit vielen Jahren ist der Elch ein vertrautes Bild für Autofahrer, die in Richtung Berlin oder Frankfurt (Oder) fahren - für manche ein Zeichen ihrer Heimat.

Engagierte Rauener haben gemeinsam einen neuen Elch gebaut und an der A12 in den Rauener Bergen wieder aufgestellt. Der alte Elch war morsch geworden, hatte dem vergangenen Winter nicht mehr standgehalten und war abgebrochen.

Die Berichterstattung über die Aktion auf MOZ.de bewegte Anwohner und Autofahrer, weshalb die Redaktion eine Namenssuche startete. Der Name Rauni wurde mit 569 von 1017 Stimmen gewählt. Dieser Name war von den Elcherbauern vorgeschlagen worden, zur Wahl stand auch Glückselchi, ein Name, den drei Mädchen aus der Rauener Kindertagesstätte „Heidehaus“ gewählt hatten. Für eingefleischte Rauni-Fans hat Moz.de eigens zur Namensfindung Elch-Aufkleber anfertigen lassen.

Wie wild es in Fürstenwalde 2025 werden wird? Lassen wir uns überraschen.