Tierheim in Fürstenwalde: Tierschützer retten schwer verletzte Katzen im Stadtgebiet

Katze Marbel kam mit schlimmen Verletzungen ins Tierheim Fürstenwalde.
Marcel Gäding- In Fürstenwalde retteten Tierschützer zwei schwer verletzte, vernachlässigte Katzen.
- Katze Marbel kam ausgehungert und ohne Schwanz ins Tierheim, zwei OPs waren nötig.
- Seit den Eingriffen verliert Marbel teils unkontrolliert Kot – sie ist dennoch sehr zutraulich.
- Das Tierheim sucht für Marbel ein Zuhause mit Freigang, Kontakt: Tel. 03361 2862.
- Kater Flocke war verwahrlost, schwer gezeichnet und ist nicht vermittelbar – er bleibt im Heim.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Schicksal zweier Katzen bewegt engagierte Tierschützer in Fürstenwalde. Beide Tiere wurden unabhängig voneinander mit teils schweren Verletzungen und in schlechtem Zustand im Stadtgebiet gefunden. Nur durch das beherzte Eingreifen von aufmerksamen Passanten gelang es, sie zu retten.
Bereits im September 2025 nahm das Tierheim Fürstenwalde die Katze Marbel auf. „Sie kam ausgehungert und ohne Schwanz zu uns“, sagt Tierpflegerin Sabrina Nippe. „Als wir sie aufnahmen, war sie nur noch Knochen und Haut.“ In der Kleintiertagesklinik Matzke wurde die Wunde am Schwanz versorgt. Zwei Operationen musste die Katze über sichergehen lassen. Ihr Alter schätzen die Pfleger aus dem Tierheim an der Berkenbrücker Chaussee auf 15 Monate.
Das Problem: Seit den chirurgischen Eingriffen kann Marbel ihren Kot nicht mehr halten. Ihr Zustand habe sich zwar gebessert. Doch die Pfleger können nicht ausschließen, dass der Katze immer wieder ein Missgeschick passiert, weil sie unkontrolliert Kot verliert.
„Sie ist unheimlich lieb und verschmust“, sagt Tierheimleiterin Christine Matzke und hofft sehr, dass ihr Schützling in ein Zuhause mit Freigang vermittelt werden kann. Interessenten können sich im Tierheim Fürstenwalde unter Tel. 03361 2862 melden.
Kater Flocke trieb sich schon ein Jahr im Stadtgebiet umher
Kater Flocke hat ein grausames Schicksal hinter sich. Von seinen Besitzern ausgesetzt, trieb er sich schon mindestens ein Jahr im Fürstenwalder Stadtgebiet um, völlig verwahrlost. „Als wir ihn bekamen, waren von seinen 18 Krallen 15 in die Pfotenballen eingewachsen“, erzählt Birgit Graß, Vorstand und Heimleiterin des Tierschutzvereins in Fürstenwalde.

Kater Flocke hatte Glück: Tierfreunde des Fürstenwalder Tierschutzvereins kümmerten sich um seine Rettung. Er wird jedoch nicht vermittelt.
Tim SarianidisSein Schwanz ist zweifach gebrochen, sein Fell war so verfilzt, dass es geschoren werden musste. Sage und schreibe 500 Zecken hat die Tierärztin aus seinem ausgemergelten Körper entfernt.
Nach solch einem Martyrium geht es Flocke den Umständen entsprechend gut. Wie er überhaupt in freier Wildbahn überleben konnte, grenzt an ein Wunder. Tatsächlich ist der Kater nämlich eigentlich ein Zuchttier, eine ungewöhnliche Mischung aus Perser- und Schottischer Faltohrkatze. Letztere zeichnen sich durch niedliche Knicköhrchen aus.
Doch diese Züchtung ist hoch umstritten, und wird sogar als Qualzucht bezeichnet. Knochen- und Knorpelschäden können auftreten, die den Tieren dann große Schmerzen bereiten. „Vielleicht wurde Flocke ausgesetzt, weil diese Krankheit bei ihm schon früh fortgeschritten ist“, sagt Graß. „Wenn man seine Beine betastet, dann fühlt man, dass er gar keine richtigen Pfoten hat, sondern bloß Klumpen.“ Nur 10 Jahre alt sollen solche Katzen werden.
Flocke ist noch jung, erst 4 Jahre. „Aber er ist nicht zu vermitteln“, sagt die Heimleiterin. „Er bekommt ständig Schmerzmittel von uns, und wird auch in Zukunft kaum laufen können. Flocke erhält bei uns ein weiches, gemütliches Zuhause.“

