Tischtennis: EM im Olympic Center an der Donau

Die Fürstenwalder Streitmacht bei der Tischtennis-Senioren-EM in Budapest: von links Jürgen Heinze, Karsten Mechler, Andreas Westphal, Rosi Strohmeyer, Guido Uecker, Rolf Möslein und Frank Mücke. Es fehlt Robert Bloßé.
Andreas HoffmannEM und WM finden im Wechsel im Zwei-Jahres-Rhythmus statt. Nachdem eine Teilnahme an den Weltmeisterschaften 2018 in Las Vegas für viele Tischtennis-Senioren nicht realisierbar war, freuen sie sich umso mehr auf die sechs Tage von Budapest. Von Marit Aarnes aus Norwegen (Altersklasse 75) bis Stephan Zwingel (AK 50) aus Zirndorf in Mittelfranken haben 3392 Aktive gemeldet – eine Rekordbeteiligung. Bisher hatte Bremen 2013 mit 3250 Frauen und Männern das größte Feld erlebt.
Rosemarie Strohmeyer vom TTV Geschwister-Scholl-Gymnasium, die erst vor fünf Wochen bei den deutschen Meisterschaften in Erfurt zwei Medaillen bei den Seniorinnen der Altersklasse 75 gewonnen hat, trifft in der Vorrunden-Gruppe 6 auf Reinhilde Dohrenbusch (TTF RhenaniaKönigshof Krefeld), die Engländerin Carol Judson und Claudette Treinen aus Frankreich.
Wie auch in den vergangenen Jahren ist die Fürstenwalderin in Budapest nicht allein. Von der BSG Pneumant begleiten sie sieben Starter in drei Altersklassen. Der mit 78 Jahren älteste ist Rolf Möslein, der in der Einzelkonkurrenz endlich einmal die Runde der besten Acht erreichen will. Er spielt ebenfalls heute in der Gruppe 14 gegen Roy Norton (England), Kalman Nagy (Ungarn) sowie den Kieler Ernst Knoop.
Drei Doppel in der AK 50
In der AK 50 bilden Guido Uecker und Frank Mücke sowie Andreas Westphal und Karsten Mechler ein Doppel. Letztere wollen alles versuchen, um den Erfolg von 2017 in Helsingborg zu wiederholen, als sie in der Trostrunde immerhin bis ins Viertelfinale vordrangen. Gleiches gilt für Robert Bloße (AK 40), der mit seinem langjährigen Partner Jürgen Heinze zusammenspielt. Der ist im Einzel zwar für die AK 50 gemeldet, aber im Doppel können sie gemeinsam nur in der jüngeren Altersklasse spielen.
Guido Uecker war es übrigens, der die kleine Fürstenwalder Delegation mit neuen Trikots ausgestattet hat, so dass das Septett die Stadt auch nach außen repräsentieren kann. Trotz des Ehrgeizes, mit dem die Sportler verständlicherweise zu Werke gehen, steht für die meisten natürlich der Spaß am Tischtennis im Vordergrund. Zudem sind die Kontakte zu anderen Spielern aus ganz Europa und die Erfahrungen, die die Akteure bei einem solch großen Turnier sammeln, von unschätzbarem Wert.
Die EM in Zahlen
Deutschland stellt traditionell die meisten Akteure, nämlich 1070,mit großem Abstand folgen Schweden, vor zwei Jahren in Helsingborg EM-Gastgeber, mit 201, Ungarn (193), Tschechien (186) und England (184).Die größten Starterfelder gibt es in der Altersklasse 50. 258 Frauen haben hier gemeldet, bei den Männern sage und schreibe 759.⇥red