Tischtennis
: Heimniederlage im Landesliga-Gipfel

Die BSG Pneumant Fürstenwalde II hat das Gipfeltreffen der Tischtennis-Landesliga Ost gegen den TTV Rotation Leegebruch mit 6:8 verloren.
Von
Gerald Stamm
Fürstenwalde
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Aufschlag Pneumant II: Mannschaftskapitänin Gina Lorenz und Robert Bloßé (im Hintergrund) verloren ihr Doppel gegen Reiner Mehr (links) und den jungen Matti Bachmann trotz einer Führung noch in vier Sätzen. Die Gäste vom TTC Rotation Leegebruch gewannen das Spitzenspiel der Tischtennis-Landesliga Ost mit 8:6.

Andreas Hoffmann

Das Gipfeltreffen der Tischtennis-Landesliga Ost zwischen der BSG Pneumant Fürstenwalde II und dem TTV Rotation Leegebruch endete mit einem 8:6-Erfolg für die Gäste, die damit die Tabellenführung von den Spreestädtern übernahmen und beste Aussichten auf den direkten Aufstieg in die Verbandsliga haben.

Es war das erwartet umkämpfte Spitzenspiel, das ein sehr ordentliches Zuschauerinteresse fand – und sich zu einem wahren Tischtennis-Krimi entwickelte. Der bisherige Tabellenzweite aus Oberhavel lag meist in Führung, beim Zwischenstand von 6:6 war immerhin ein Punktgewinn für die Fürstenwalder im Bereich des Möglichen, die beiden letzten Einzel gingen jedoch verloren.

In den Doppeln hatte die Partie ausgeglichen begonnen: Während Bloßé/Lorenz dem Rotation-Duo Bachmann/Mehr trotz Satzführung am Ende noch recht deutlich mit 1:3 (11:8, 7:11, 8:11, 3:11) unterlagen, siegten Stamm/Musehold gegen Brudek/Matzdorf glatt in drei Durchgängen (7, 7, 8).

Die erste Einzelrunde ging mit 3:1 Siegen an die Gäste. Pneumant-Routinier Gerald Stamm kam mit dem weichen Blockspiel von Reiner Mehr nicht klar (-8, -6, 6, -3). Knapper ging es am Nachbartisch zu, wo Steffen Musehold eine 2:1-Führung gegen den amtierenden Landesmeister der Jungen, Matti Bachmann, aber nicht halten konnte und noch 2:3 (-7, 7, 9, -4, -9) unterlag. Ein an diesem Tag glänzend aufgelegter Robert Bloßé konnte das Duell der Linkshänder gegen Martin Matzdorf mit 3:0 (7, 12, 8) für sich entscheiden und holte so den Anschlusspunkt. Doch die Leegebrucher bauten ihre Führung wieder aus. Mit jeweils 7:11 im fünften Satz verloren sowohl Spielführerin Gina Lorenz gegen Marco Brudek als auch Stamm gegen Bachmann.

Mit dem 2:5 schien eine kleine Vorentscheidung zugunsten der Gäste gefallen. Doch die Fürstenwalder stemmten sich unter dem Beifall der Zuschauer gegen die drohende Niederlage und holten wieder auf. Den Anfang machte Musehold, der unter großem Jubel einen 0:2-Rückstand gegen Mehr in ein 3:2 (-7, -9, 9, 9, 7) ummünzte. Einen ganz harten Fight lieferten sich Bloßé und Brudek. Wie so oft zwischen den beiden ging es über fünf Sätze, dieses Mal mit dem besseren Ende für den Spreestädter (-8, 6, 4, -10, 9). Kapitänin Gina Lorenz konnte anschließend dem druckvollen Spiel von Matzdorf nicht viel entgegensetzen (-8, -5, 8, -9). Aber Bloßé mit einem sehenswerten 3:2 (10, -5, 8, -10, 7) über Bachmann und Stamm mit einem glatten 3:0 (3, 8, 5) über Brudek glichen tatsächlich aus.

So ging es also in den letzten beiden Duellen um Sieg, Unentschieden oder Niederlage. Gina Lorenz musste sich Reiner Mehr mit 1:3 (-7, -5, 8, -5) geschlagen geben, während am Nachbartisch alle Beteiligten dem letzten Spiel entgegen fieberten. Steffen Musehold hatte es gegen Martin Matzdorf in der Hand, den durchaus verdienten Punktgewinn für Pneumant II zu sichern, der zur Verteidigung der Tabellenspitze gereicht hätte. Nach einem 13:11 in der Verlängerung des ersten Satzes schwanden aber die Kräfte bei der Nummer 2der Gastgeber, während sich der Leegebrucher in einen wahren Rausch spielte, kaum noch Fehler machte und die übrigen drei Durchgänge jeweils mit 11:7 für sich entschied.

Mit dem 8:6-Auswärtssieg hat der TTC Rotation die Tabellenspitze der Landesliga Ost erklommen, bei einem Spiel weniger nach Minuspunkten gleichauf mit den Fürstenwaldern. Für die geht es in den ausstehenden drei Saisonpartien – am Sonnabend gegen den TTV Top Spin Bernau und Motor Hennigsdorf II sowie am 5. April beim TTV Fürstenberg – nunmehr darum, sich keinen Ausrutscher mehr zu leisten und ihrerseits auf einen Patzer der Konkurrenz zu hoffen. Zumindest Platz 2 soll so aber behauptet werden, der zur Teilnahme an der Aufstiegs-Relegation gegen die Tabellenzweiten der beiden anderen Landesliga-Staffeln sowie dem Viertletzten der Verbandsliga berechtigen würde. Einen Punkt hinter den Spreestädtern liegt Motor Hennigsdorf I nach einem 8:0-Durchmarsch in Bernau in Lauerposition. Ein direktes Duell des Spitzentrios untereinander gibt es übrigens nicht mehr.