Tischtennis
: Zwei Medaillen, ein Debüt

Fürstenwalderin landet Doppel-Coup in der Ü 75.
Von
Gerald Stamm
Fürstenwalde
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  • So erfolgreich wie nie: Rosemarie Strohmeyer vom TTV Geschwister-Scholl-Gymnasium Fürstenwalde gewann in Erfurt den Titel im Doppel und wurde zudem Dritte im Mixed.

    So erfolgreich wie nie: Rosemarie Strohmeyer vom TTV Geschwister-Scholl-Gymnasium Fürstenwalde gewann in Erfurt den Titel im Doppel und wurde zudem Dritte im Mixed.

    Andreas Hoffmann
  • Im Angriffsmodus: Günter Rehwinkel von der BSG Pneumant

    Im Angriffsmodus: Günter Rehwinkel von der BSG Pneumant

    Andreas Hoffmann
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Bemerkenswert deutlich setzte sie sich in der Gruppenphase durch, bezwang Helga Burgdorf (TTC Langen/Hessen) und Edeltraud Barth (VfL Neustadt/Bayern) jeweils 3:1 und Heide Milch (TSV Flörsheim/Rheinhessen) mit 3:2. Im Viertelfinale musste sich die Fürstenwalderin dann aber Doris Diekmann vom ESV Lüneburg über die volle Distanz geschlagen geben.

Im Mixed harmonierte die Domstädterin mit ihrem schleswig-holsteinischen Partner Rolf Matthiesen (Post SV Eutin) sehr gut. In einem umkämpften Achtelfinale gewann das Duo 3:2 gegen die Paarung Dorothea Warda/Rolf Klinger (TTSG Wennigsen-Hannover/TSV Seulingen), im Viertelfinale hieß es 3:1 gegen Reinhilde Dohrenbusch/Horst Reinhart (TTF Rhenania Königshof Krefeld). Die Bronzemedaille sicher, gaben sich Strohmeyer/Matthiesen im Kampf um den Einzug ins Endspiel den haushoch favorisierten Jutta Baron/Zlatko Volk (TTC Neukölln/Hertha BSC) nach großem Kampf nur mit 2:3 geschlagen.

Mit der Berlinerin Baron gelang dann der ganz große Coup: 3:0 gegen Dorothea Warda/Marlis Ziebarth, 3:0 gegen Gisela Fiedler/Ruth Schneider, im Finale 3:2 gegen Christa Gebhardt/Doris Ruoff (STTV/TTVWH) – unter großem Jubel gewann das Duo die Goldmedaille im Damen-Doppel der Ü 75, für die glückselige Rosi Strohmeyer der erst Titel bei den gesamtdeutschen Seniorinnen.

Gelungene Premiere

Günter Rehwinkel von der BSG Pneumant Fürstenwalde feierte derweil sein Meisterschaft-Debüt, spielte in der Altersklasse Ü 70. Beim 0:3 im ersten Gruppenspiel gegen Klaus Peiffer (TSV Krefeld-Bockum) war er noch sichtlich nervös. Im zweiten Einzel verlor der Spreestädter gegen Werner Schubert vom niedersächsischen TSV Heiligenrode nach Satzausgleich den dritten Durchgang nur knapp mit 10:12, ehe ihm die Kräfte ausgingen. Auch gegen Wolfgang Gericke (TTG EK Oftersheim Baden) hieß es 1:3, so dass das Vorrunden-Aus besiegelt war.

Im Mixed besiegte Rehwinkel mit  Marion Geselle vom TSV Rostock Süd die niedersächsische Paarung Marianne Köver/Dieter Imbrock in vier Sätzen, auch in der 2. Runde zog sich das Duo beim 1:3 gegen die späteren Deutschen Meister Gertrud Ruge/Manfred Schlicht aus Hessen achtbar aus der Affäre.

Im Doppel schließlich rechnete sich der Fürstenwalder mit seinem Partner Jürgen Lehmann (Blau-Weiß Vetschau) durchaus Chancen auf einen Medaillenplatz aus. Nach einem Freilos besiegten sie in der 2. Runde die Westdeutschen Karl-Josef Assenmacher/Klaus Peiffer mit 3:1 und standen damit im Viertelfinale. Nur noch ein Sieg fehlte zu Bronze. Doch die hessischen Abwehrstrategen Gerhard Blob/Thomas Woldt (TTC Lampertheim/Rot-Weiß Leimsfeld) machten den Brandenburgern das Leben schwerer als erwartet und setzten sich glatt in drei Sätzen durch. Dennoch war es für Pneumant-Spieler Günter Rehwinkel eine alles in allem gelungene Meisterschafts-Premiere.

Im nächsten Jahr finden die Titelkämpfe der Senioren übrigens wie schon 2018 im schwäbischen Dillingen an der Donau statt.