TV Umstellung
: ARD, RBB und MDR stellen auf HD um – was Zuschauer wissen müssen

Das Erste und die Dritten wie RBB und MDR stellen ihre TV-Bildqualität auf HD um – mit Folgen für die Verbraucher. Alle wichtigen Infos im Überblick.
Von
Marlene Wetzel
Frankfurt (Oder)/Cottbus
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Wer am Dienstag im Ersten „Wer weiß denn sowas“, „Sturm der Liebe“ oder die „Tagesschau“ gucken möchte, muss den Fernseher fit fürs HD-Fernsehen machen. Elektro-Fachhändler Gabriel Perlow weiß, warum und wie es geht.

Wer demnächst im ARD „Wer weiß denn sowas“, „Sturm der Liebe“ oder die „Tagesschau“ gucken möchte, muss den Fernseher vorher auf HD-Qualität umstellen. Elektro-Fachhändler Gabriel Perlow aus Fürstenwalde weiß, wie es geht.

Marlene Wetzel
  • ARD und regionale Sender stellen am 7. Januar auf HD um; SDTV wird abgeschaltet.
  • Fernseher müssen manuell auf HD umgestellt werden; Anleitung von Fachhändler Gabriel Perlow.
  • Geräte ohne HD-Tuner benötigen einen externen Receiver, Preis ab 30 Euro.
  • Umstellung verbessert Bild- und Tonqualität; senkt Verbreitungskosten und Energieverbrauch.
  • Umstellung wurde nicht ausreichend kommuniziert; viele Verbraucher sind nicht informiert.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Dienstag (7. Januar) wird abgeschaltet: Das Erste und die Dritten Programme wie MDR, RBB oder NDR stellen das Bild in der sogenannten Standardqualität (SDTV) ein und wechseln auf HD-Qualität. HD steht für „High Definition“ und bedeutet übersetzt „hohe Bildauflösung“.

Neben der besseren Bildqualität bieten die Geräte nach der Umstellung auch eine bessere Audioqualität. Allerdings muss die Umstellung an jedem Fernseher einzeln vorgenommen werden, sonst bleibt der Bildschirm schwarz.

Was das für den Verbraucher bedeutet und wie die Umstellung funktioniert, erklärt ein Fachhändler aus Fürstenwalde.

Empfängt mein Fernseher schon HD?

Um zu sehen, ob der Fernseher schon HD-Qualität empfängt, müsse man nur das Erste einschalten, erklärt Gabriel Perlow, Geschäftsführer des Elektrofachmarktes Expert ESC in der Alten Langewahler Chaussee. Stehe unter dem ARD-Logo ein kleines HD, sei das Gerät auf dem neuesten Stand.

Die Senderliste hilft dabei zu erkennen, ob das TV-Gerät HD-tauglich ist.

Die Senderliste hilft dabei zu erkennen, ob das TV-Gerät HD-tauglich ist.

Marlene Wetzel

Dieser Trick funktioniere allerdings nicht bei ZDF oder 3sat. Denn diese – und jetzt wird es kompliziert – würden zwar erst im November 2025 umstellen, hätten aber das kleine HD unter ihren Logos im laufenden Programm bereits entfernt.

Eine andere Möglichkeit herauszufinden, ob der Fernseher HD-tauglich ist, ist die Senderliste, rät Perlow. Steht dort ein kleines HD neben den Sendernamen des Ersten und der Dritten, ist alles in Ordnung.

Wie stelle ich meine Sender von SD auf HD um?

Seit etwa zehn Jahren, so Perlow, haben Fernsehgeräte einen HD-Tuner eingebaut. Wer dennoch nicht alle Sender in HD-Qualität, sondern noch in SD schaut, kann die Umstellung per Fernbedienung und automatischem oder manuellem Sendersuchlauf bewerkstelligen. Dabei hat der manuelle Sendersuchlauf den Vorteil, dass die Sender wie gewohnt sortiert bleiben.

So hat es auch Fred Sprenger aus Fürstenwalde gemacht. Der Rentner hat von der Umstellung in der TV-Fachzeitschrift „Digital fernsehen“ erfahren und schon im Sommer umgestellt. Es sei ganz einfach gewesen, einmal auf Löschen drücken und schon waren die alten Sender alle weg, lacht er. Auch in seinem Bekanntenkreis habe niemand von Problemen berichtet, aber die seien auch alle technikaffin.

Schwieriger wird es, wenn der Fernseher nicht über einen eingebauten HD-Tuner verfügt, sondern über einen Satelliten- oder Kabelreceiver. In diesem Fall muss ein Receiver gekauft und per HDMI- oder Scart-Kabel mit dem Gerät verbunden werden. Diese sind ab ca. 30 Euro erhältlich.

Wurde die Umstellung ausreichend kommuniziert? Perlow hat nicht den Eindruck. „Es war sicher mal in der Presse und in dem einen oder anderen digitalen Medium, aber wahrscheinlich zu wenig, um alle Verbraucher ausreichend zu informieren.“

Warum die HD-Umstellung sinnvoll ist

Neben der verbesserten Bild- und Tonqualität werden laut ARD auch die Verbreitungskosten gesenkt und damit im Sinne eines wirtschaftlichen Umgangs mit den Rundfunkbeiträgen gehandelt. Ein weiterer Pluspunkt sei, dass die SD-Ausstrahlung zusätzlich Energie koste, die durch die Umstellung eingespart werde.

Die Umstellung auf HD-Qualität hat keine Auswirkungen auf die Rundfunkgebühren.