Sie sind der Schrecken von Verkehrspolitikern: Niveaugleiche Übergänge an Bahnstrecken. Landauf, landab haben die Bahn und der Staat vielerorts riesige Summen in die Hand genommen, um Tunnel und Unterführungen zu bauen, damit Züge und andere Verkehrsteilnehmer einander nicht begegnen können – wegen der Unfallgefahr.
Am Mittwochabend (13. Juli) ist nahe dem Bahnhof Fürstenwalde-Süd ein solcher Unfall passiert. Wie die Bundespolizei auf Nachfrage bestätigte, war sie gegen 19.24 Uhr alarmiert worden. Ein 38-jähriger Radfahrer hatte das Gleis vor einem Zug aus Bad Saarow überqueren wollen, berichtete Sprecher Michael Spieß. Der Triebwagenführer habe ein akustisches Signal abgegeben und eine Gefahrenbremsung eingeleitet, es kam aber zum Zusammenstoß. Der Mann wurde am Kopf verletzt und wurde zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Die Verletzung war nach den ersten Erkenntnissen nicht lebensbedrohlich.

Neuer Triebwagenführer übernahm

In dem Zug saßen nach Angaben des Sprechers 20 Fahrgäste. Sie blieben unverletzt. Weil der Triebwagenführer unter dem Eindruck des Zusammenstoßes stand, übernahm ein anderer die Fahrt und brachte die Fahrgäste zum Bahnhof Fürstenwalde.
Nach Angaben der Niederbarnimer Eisenbahn, die die Strecke betreibt, ist für den Rest des Abends ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet worden. Das teilte Sprecher Holger Reimann mit. Nach seinen Angaben bremste der Zug ohnehin, um in Fürstenwalde-Süd zu halten.