Verkehr
: Fahrplanwechsel bringt bessere Anschlüsse an Regionalzüge

Busse in Fürstenwalde passen sich ab Sonntag den Schulzeiten und dem RE1 besser an.
Von
Lisa Mahlke,
Kerstin Ewald
Fürstenwalde/Erkner
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Birgit und Lothar Siegert aus Fangschleuse sind überzeugte ÖPNV-Nutzer. Am Bahnhof in Erkner unterschrieben sie am Freitag für die Volksinitiative "Verkehrswende für Brandenburg - jetzt!" bei Fritz Viertel (v.r.), Vorsitzender im Landesverband des Verkehrsclubs Deutschland.

Kerstin Ewald

Aber: „Es wäre schön, wenn die Stadtbuslinien 411 und 414 schon vorher angepasst werden.“ Beide fahren an Wochenenden stündlich, der Bus 411 nach Nord und Süd, der Bus 414 nur nach Süd. Allerdings sind beide auf denselben RE1 getaktet – es gibt also nicht jede halbe Stunde einen Bus, der nach Süd fährt.  „Das bedauere ich“, sagt Tschepe. „Es ist schade, dass die Chance jetzt nicht genutzt wurde.“ Er regt an, das eventuell schon in den nächsten kleineren Fahrplanwechsel im Sommer aufzunehmen.

Die aktuellen Änderungen, die den Schülerverkehr betreffen, sind aus direktem Kontakt zwischen Busverkehr und Schulen entstanden. Es gibt aber weiteren Anpassungsbedarf, sagt Tschepe. Konkrete Punkte will der vom Kita- und Grundschulbeirat initiierte Runde Tisch ÖPNV für Schüler bis kommenden Dezember weiterleiten. Im Februar soll der Runde Tisch wieder tagen.

Pendleraktion in Erkner

In Erkner endete am Freitag eine Pendleraktionswoche, koordiniert vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Anja Hänel, Geschäftsführerin beim VCD Brandenburg, und  Fritz Viertel, Vorsitzender des VCD-Landesverbandes sowie Chef der Linken-Fraktion Schöneiche,  hatten in der letzten Woche an fünf Bahnhöfen Unterschriften für die Brandenburgische Volksinitiative „Verkehrswende für Brandenburg - jetzt!“ gesammelt. Die Volksinitiative läuft bereits seit August. Sie wird von vielen Naturschutzverbänden, aber auch vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen unterstützt. In letzterem sind einzelne Gesellschaften der Deutschen Bahn und die Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) Mitglieder.  Die Volksinitiative fordert eine Kapazitätsverdoppelung zu Spitzenzeiten. Wo keine Schienenverbindungen möglich sind, sollen Buslinien aufgebaut werden. Verdopplung des ÖPNV bis 2035 ist ein weiteres Ziel. In Erkner leisteten zahlreiche Pendler ihre Unterschriften.

Die aktuellen Fahrpläne gibt es bei Busfahrern, am Schalter im Bahnhof Fürstenwalde sowie unter bos-fw.de.

Fahrplanwechsel bringt kleinere Änderungen für Fürstenwalde

Weil es beim RE1 keine Fahrplanänderungen gibt, fahren auch die Busse der Linien 411 bis 414 in Fürstenwalde wie gewohnt. Nur die Fahrt um 14.33 Uhr (Linie 411) ab Weinbergsgrund entfällt, weil das Bernhardinum in der Trebuser Straße veränderte Schulendzeiten hat. Bei der Linie 403 Fürstenwalde-Beeskow gibt es zusätzliche Fahrten. Über die Telefonnummer 03361 556160 können Stopps der Linie 431 in Dahmsdorf an Ferientagen und vormittags angemeldet werden. Vom OSZ Palmnicken fahren um 15.44 Uhr zwei Busse mit Anschluss an den RE1 Richtung Erkner. Der Bus 434 fährt jetzt schon um 6.35 Uhr aus Berkenbrück ab (vorher: 6.45 Uhr), um in Fürstenwalde den Anschluss an den RE1 nach Berlin um 6.52 Uhr zu schaffen. Der Bus 435 (6.54 Uhr ab Bahnhof Fürstenwalde) hält zusätzlich in Stadtmitte. Auch bei den Linien 430 bis 436 Fürstenwalde - Erkner gibt es Änderungen. Sie fahren nachmittags später ab Fürstenwalde Bahnhof bzw. Weinbergsgrund ab. Die Haltestelle Hangelsberg, Mazurek wird in Waldschloss umbenannt.