Wacken 2024
: Warum Kiss-Doubles aus Fürstenwalde nicht aufs Gelände gehen

Rafaela und Hans-Ulrich Schröder haben beim Heavy Metal-Open Air in Wacken in Schleswig-Holstein auch die Herzen der Polizei erobert - aber nicht den Festival-Acker.
Von
Joachim Eggers
Fürstenwalde
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Ein Keller voller Kostüme: Hans-Ulrich und Rafaela Schröder aus Fürstenwalde, bekannt als Doubles von Kiss.

Ein Keller voller Kostüme: Hans-Ulrich und Rafaela Schröder aus Fürstenwalde, bekannt als Doubles von Kiss.

Joachim Eggers

Ihr Foto mit der Polizei ging viral. Vor wenigen Tagen sind Rafaela und Hans-Ulrich Schröder, in Fürstenwalde bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund, vom Heavy-Metal-Festival in Wacken zurückgekehrt. Dort hat das Fürstenwalder Ehepaar, das sich gern als Mitglieder der Band Kiss schminkt und anzieht, auch auf der Polizeiwache für gute Stimmung gesorgt.

Nach ihrer Rückkehr von ihrem alljährlichen Ausflug nach Schleswig-Holstein berichtet das Ehepaar von allerlei kuriosen Umständen. Denn der Einsatz als Model für die zahllosen Besucher, die sich ein Foto mit den Kiss-Doubles wünschen, birgt so seine Tücken. „Nach ein paar Stunden tut die Zunge weh“, sagt Hans-Ulrich Schröder - sie muss ja ständig herausgestreckt werden.

Kiss-Doubles aus Fürstenwalde: Schminken und Umziehen dauert vier Stunden

Der typische Ablauf für die Schröders ist so: Am Dienstag Ankunft, am Mittwoch der Auftritt, dessen Vorbereitung, das Schminken und Anziehen, allein rund vier Stunden in Anspruch nimmt.

Wenn die beiden dann durch den Ort gehen und sich fotografieren lassen, betreten sie nicht ein einziges Mal das Gelände des Festivals selbst. „Mit unseren hohen Kiss-Schuhen können wir auf dem Acker ja gar nicht laufen“, sagt Schröder zur Begründung. Das mache aber nichts aus. „Die Musik hört man auch so.“