Wahlen
: Erste Gespräche nach Stichwahl-Siegen

Die neuen Bürgermeister der Stichwahl-Gemeinden äußern sich zu ihren Plänen.
Von
MOZ
Bad Saarow
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Eine junge Frau bei einer Wahl in der Wahlzelle.

imago stock&people

Am Tag nach dem Wahlsieg hat für den neuen ehrenamtlichen Bürgermeister von Bad Saarow bereits die Arbeit bekommen. Am Montagnachmittag stand für Axel Hylla (Linke) ein erstes Arbeitsgespräch mit Scharmützelsee-Amtsdirektor Christian Riecke an. Den Wahlabend hatte er im Kreise politischer Freunde im Restaurant "Carpe Diem“ verbracht. Seinen Sieg mit 53,4 Prozent der Stimmen führte Hylla vor allem auf Mundpropaganda zurück. Als Bürgermeister sei sein Ziel, wie bisher durch Sacharbeit zu punkten und beharrlich zu bleiben. Zur Frage, wer in der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung nächsten Montag zu seinem Stellvertreter gewählt werden könnte, wollte er sich noch nicht äußern.

Für diesen Posten in Stellung brachte sich am Montag der in der Stichwahl knapp unterlegene Christian Schroeder (CDU). Da er von 890 Bad Saarowern gewählt worden sei, erachte er dies als „kleine Selbstverständlichkeit“. Das Ergebnis vom Sonntag sehe er keineswegs als Niederlage. „Ich war positiv überrascht, dass so viele Wähler mich als jüngsten Kandidaten unterstützt haben“, sagte der 30-Jährige.

Rauen

Für Sven Sprunghofer (49) steht in Rauen die dritte Legislaturperiode an. Er verfolgte die Auszählung der Stimmen in der Feuerwache. Auf dem Weg zum anderen Wahllokal, dem Gemeindebüro, erfuhr er übers Handy vom Ergebnis. Die Wahlbeteiligung sei mit 57,6 Prozent enorm gewesen. Seinem Kontrahenten bietet er eine enge Zusammenarbeit an. „Es wird Veränderung erwartet, das nehme ich ernst.“ Sprunghofer gibt sein Mandat als Gemeindevertreter ab, Nachrückerin ist Mirjam Zickerow-Grund – so sie annimmt.

Michael Paul, der nur 49 Stimmen weniger erhielt, dankte seinen Wählern. „Leider hat es nicht ganz gereicht.“ Auch er sieht im Ergebnis den Wunsch, das sich etwas bewegt. „Unsere Wählergruppe ,Bewegung für Rauen‘ ist in einer starken Position.“

Steinhöfel

Nicht ganz neu in der Kommunalpolitik, wohl aber auf dem Bürgermeisterstuhl ist Claudia Simon (Bürgerliche Mitte) in Steinhöfel. Sie amtierte bisher als Ortsvorsteherin. „Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat. Das wird eine interessante neue Aufgabe“, so Simon.  Mit 53,5 Prozent der Stimmen gewann sie in der zweiten Runde. Die erste Amtshandlung weiß sie noch nicht. „Ich werde erstmal sortieren und sehen, wie sich die Ausschüsse und die Gemeindevertretung konstituieren“, sagt die neue Bürgermeisterin.