Wahlergebnisse: Wahl in drei Gemeinden entschieden
Klare Ergebnisse brachten die Wahlen im Amt Odervorland. Die Stimmzettel sind ausgezählt und die Bürgermeister der kommenden fünf Jahre stehen fest – außer in der Gemeinde Steinhöfel, in der sich gleich vier Kandidaten um das Ehrenamt des Bürgermeisters bewarben und wo es eine Stichwahl geben wird.
Ein relativ knappes, doch eindeutiges Rennen lieferten sich die Bewerber für den Briesener Bürgermeister. „Ich bin erleichtert und stolz auf meine Fraktion“, sagt Jörg Bredow, der nicht mit 54,7 Prozent der Stimmen gerechnet hat und sich über "den Vertrauensvorschub der Bürger“ freut. Am Sonntag habe er noch bis 22.30 Uhr die Auszählung im Wahllokal verfolgt. „Es sah so aus, als ob ich verliere. Ich bin in diesem Wissen nach Hause gegangen“, erzählt Bredow, der die Sieges-Nachricht am Montagvormittag im Whatsapp-Chat der Fraktion erfahren durfte. Damit stellt die Wählergruppe Bürger für Briesen nach Gerd Schindler nun wieder den Bürgermeister. „Ich trete in große Fußstapfen. Das ist mir bewusst“, so Bredow. Sein Gegenkandidat unterlag mit 45,3 Prozent.
Nicht ganz so überraschend ist der Sieg von Andy Brümmer in Berkenbrück. Der Kommunalpolitiker war bereits in den vergangenen fünf Jahren Bürgermeister und holte mit klarem Vorsprung (Zwei-Drittel-Mehrheit bei 64,9 Prozent) den Sieg. Seine Freude ist groß: „Ich war bei der Auszählung dabei. Danach haben wir angestoßen. Dieser Sieg ist ein Sieg für die ganze Fraktion“, sagt Brümmer, der sich und das Berkenbrücker Bürgerforum bestärkt fühlt. „Dass, was wir in den letzten fünf Jahren als Team erreicht haben, muss die Bürger bewegt haben“, bilanziert der Wiedergewählte. Andy Brümmer wird zum zweiten Mal ehrenamtlicher Bürgermeister. Zuvor wirkte er bereits zehn Jahre als Abgeordneter. Sein Gegenkandidat bekam nur 35,1 Prozent der Stimmen.
„Nur bei einer Mehrheit über 50 Prozent der Stimmen haben wir ein eindeutiges Ergebnis“, klärt Wahlleiterin Dajana Angrick auf. In Steinhöfel kamen die vier Kandidaten nur auf Prozente zwischen rund 19 und 34. So kommt es, dass Jane Gersdorf (34 Prozent) und Claudia Simon (24,7 Prozent) noch einmal in der Stichwahl am 16. Juni antreten müssen, um Bürgermeister zu werden. „Ich bin überrascht. Das ist ein sehr gutes Ergebnis“, sagt Claudia Simon, die durch einen Anruf dieser Zeitung von ihrem Stimmenanteil erfuhr. Dirk Simon nahm die Niederlage sportlich: „Das Volk hat gewählt und wir müssen akzeptieren“, sagt er und möchte seine Wahlversprechen als Gemeindevertreter verfolgen. Udo Grabs schlitterte knapp (22,3 Prozent) an der Stichwahl vorbei.
In Jacobsdorf gibt es einen Bürgermeisterwechsel. Der bisher amtierende Dr. Detlef Gasche unterlag (31,6 Prozent) im Rennen gegen Peter Stumm (68,4 Prozent). Der ehemalige Amtsdirektor und Kopf der neu gegründeten Wählergruppe für alle Ortsteile der Gemeinde Jacobsdorf freut sich über den klaren Sieg. Er feierte mit seiner Fraktion gleich am Sonntag eine Wahlparty und seinen Geburtstag. „Ich bedanke mich bei allen, die mich gewählt haben, und bin mit dem Wahlergebnis zufrieden“, sagt Stumm, der bereits von 1989 bis 1992 Bürgermeister der Gemeinde und bis vor zwei Jahren Direktor des Amtes Odervorland war.
Bürgermeisterwahl in...
BriesenJörg Bredow (WG BfB)⇥54,7 Prozent (826 Stimmen)
Bodo Blume (BB Briesen) ⇥45,3 Prozent (683 Stimmen)
Die Wahlbeteiligung lag bei 64,2 Prozent von 2410 wahlberechtigten Bürgern.
BerkenbrückAndy Brümmer (B-B-F) ⇥64,9 Prozent (370 Stimmen)
Mirko Nowitzki (parteilos) ⇥35,1 Prozent (200 Stimmen)
Die Wahlbeteiligung lag bei 65,7 Prozent von 884 wahlberechtigten Bürgern.
JacobsdorfPeter Stumm (parteilos) ⇥68,4 Prozent (724 Stimmen)
Dr. Detlef Gasche (WgUB) ⇥31,6 Prozent (335 Stimmen)
Die Wahlbeteiligung lag bei 66,3 Prozent von 1652 wahlberechtigten Bürgern.
SteinhöfelJane Gersdorf (parteilos) ⇥34 Prozent (754 Stimmen)
Claudia Simon (WGBM) ⇥24,7 Prozent (548 Stimmen)
Udo Grabs (parteilos)⇥22,3 Prozent (495 Stimmen)
Dirk Simon (CDU)⇥18,9 Prozent (419 Stimmen)
Die Wahlbeteiligung lag bei 58,9 Prozent von 3815 wahlberechtigten Bürgern.



