Wirtschaft: Backshop-Branche in Fürstenwalde wächst
Polnische Hotdogs und Softeis
Gleichzeitig wird es eine Neueröffnung im Fürstenwalder Süden, in der Reifenwerksiedlung, geben. Bäckerei Dreißig war bereits in den Räumlichkeiten an der Straße der Einheit aktiv. Nun möchte Mateusz Janczewski von Sputnikback im Januar 2020 einen Backshop mit Bistro dort eröffnen – früher als eigentlich geplant. Denn der Jungunternehmer hat die Gegend analysiert und festgestellt: Die Bauarbeiter vom ehemaligen Oberstufenzentrum wollen einen warmen Mittagstisch. An der Beeskower Chaussee sollen verschiedene Bildungseinrichtungen entstehen, mit mehreren Hundert Schülern.
Der in Słubice wohnende Janczewski sieht hier in den nächsten Jahren „ständig Bewegung“. Er will die Schüler mit einem zielgruppengenauen Mittagstisch an sich binden. Außerdem soll es polnische Hotdogs und im Sommer Softeis geben. Der gelernte Hotelfachmann hat bereits seit 2017 in Fürstenwalde Nord eine Backshop-Filiale. In Süd möchte er auch am Sonntag öffnen.
Handwerksbetriebe sind rar
Der Brötchenmarkt ist umkämpft. Supermärkte bieten ihre Tiefkühlware an, die Tankstellen Aufgebackenes. „Die Bäckerbranche muss sich anstrengen. Sie muss eine bessere Qualität liefern, um trotz der Discounter Geschäfte zu machen“, sagt Bernd-Peter Wulff. Er ist überzeugt, dass der moderne Bäcker heutzutage auch Speisungen und Kaffee für unterwegs anbieten muss. Der 66-Jährige wünsche sich aber Kunden, die eher mit eigenem Thermobecher zu ihm kommen.
In Fürstenwalde gibt es bislang 32 Brötchenverkäufer, vom Discounter über Tankstellen bis zum Handwerksbetrieb, wie die Stadtverwaltung auf Nachfrage mitteilte. Ohne Supermärkte und Tankstellen sind es nur noch 15 Brotverkäufer, verteilt in Nord, Süd und Mitte. Handwerksbetriebe mit Bäckermeister, die ihren Teig vor Ort kneten und backen, sind rar. Es gibt im gesamten Fürstenwalder Gebiet nur eine Handvoll dieser Kleinbäckereien.

