Wirtschaft: Einzelhandel in Fürstenwalde öffnet wieder

Symbolfoto eines Rednerpults
pixabayHygienekonzept wird aufgestellt
Wann genau Moses seine Türen für die Kundschaft wieder öffnet, steht allerdings noch nicht fest. Heute ist es jedenfalls noch nicht so weit. Auf seiner Internetseite informiert das Unternehmen, dass derzeit noch gemeinsam mit den Behörden geprüft werde, ob und wann eine Teileröffnung des Hauses möglich und sinnvoll sei.
Da das Modegeschäft in der Fürstengalerie auf mehr als 2000 Quadratmetern seine Waren verkauft, wird ein Großteil des Ladens abgesperrt werden müssen. Schließlich darf maximal eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern für Kunden zugänglich gemacht werden. Man werde die Wiedereröffnung gründlich vorbereiten und ein fundiertes Sicherheits– und Hygienekonzept umsetzen, heißt es auf der Internetseite weiter.
Bei Wohnwelt Möbel in der Ehrenfried–Jopp–Straße laufen die Vorbereitungen. Die Verkaufsfläche, die im unteren Bereich 3000 und im ersten Stock 2000 Quadratmeter groß ist, wurde so abgesperrt, dass nur die erlaubten 800 Quadratmeter zugänglich sind. „Wir haben Hinweise von der IHK erhalten, dass das möglich ist“, sagt Geschäftsführer Heinrich Hajen und fügt hinzu: „Das ist auch in Ordnung so.“
Zudem werden höchstens 20 Personen gleichzeitig in das Geschäft gelassen. „So viele haben wir gar nicht“, sagt Hajen. Mehr als 14 Kunden gleichzeitig hätten sie noch nie gezählt. Natürlich werden einige Bereiche durch die Absperrung nicht zugänglich sein. Hajen baut auf das Verständnis der Kunden. Er ist froh, dass der Verkauf wieder vor Ort starten kann, auch wenn es coronabedingt immer noch Lieferengpässe gebe. „Wenn du ein dunkles Möbelhaus ohne Leute siehst, dann ist das nicht schön“, sagt er.
Jaqueline Schubert, Inhaberin von Wäsche–Lilie in Fürstenwalde, ist derweil fleißig dabei, ihre „Bitte einzeln eintreten“-Schilder zu laminieren. „Ich hatte bereits Besuch vom Ordnungsamt“, erzählt sie. Mit den Behörden–Mitarbeitern konnte sie bereits einige Dinge klären, damit ihre Geschäftsöffnung reibungslos funktioniert. „Mir wurde gesagt, dass ich zusätzlich noch eine Scheibe oder Folie am Kassenbereich anbringen muss. Das werde ich jetzt auch noch basteln.“
Grundsätzlich ist die Erlaubnis, ihr Geschäft wieder öffnen zu dürfen, eine große Erleichterung für sie. „Ich bin sehr glücklich darüber. Nun habe ich wenigstens eine Chance, wieder etwas zu verkaufen“, sagt Schubert. Durch die coronabedingten finanziellen Zuschüsse vom Land sei sie während der Schließzeit nicht in einen existenzbedrohenden Bereich geraten. „Aber mal schauen, wie sich das in der nächsten Zeit entwickelt und ob sich die Kunden wieder zurück in die Geschäfte trauen.“
Keine Touristen unterwegs
In Bad Saarow öffnet Tino Kutsche ab heute wieder sein Einrichtungsstudio Kutino in den Kurpark–Kolonnaden, es gelten die gewohnten Zeiten. Damit sich alle Kunden an die Vorgaben halten, habe er Fußbodenmarkierungen angebracht und Hinweisschilder angepinnt, berichtet er. Auch Desinfektionsmittel sei vorhanden. „Das habe ich teuer erworben“, sagt Kutsche. Eine gewisse Skepsis treibt ihn allerdings um, was die Resonanz betrifft. „Der Ort ist leer, weil keine Touristen da sind.“ Versuchen wolle er es trotzdem, zumal bereits Kunden nachgefragt hätten, ob er wieder öffne.