In Grüneberg geht es den alten Strommasten an den Kragen. Mit schwerem Gerät sind die Mitarbeiter der Firma Rainer Thomas aus Templin seit 1. Februar im Ort unterwegs und bauen die langen, grauen Betonmasten ab. Am Dorfanger fällt derzeit ein Mast nach dem anderen. Zunächst wird versucht, den Mast in einem Stück aus der Erde zu bekommen. Doch nicht immer ist das möglich. Auch am Dienstag wehrte sich neben dem Hof Grüneberg am Dorfanger ein Mast erfolgreich.

Reste bleiben im Boden

Obwohl die gefrorene Erde rundherum von einem Bagger ausgehoben wurde, bewegte er sich nicht. Also musste die große Betonflex angesetzt werden. Am Ende wurde der Mast fachmännisch gekappt und später abtransportiert. Der Rest blieb im Boden und wurde zugeschüttet. „Diese Arbeiten gehören mit zur Gesamtleistung“, sagte Grünebergs Ortsvorsteher Karl-Heinz Wacker am Dienstag.

Alter Auftrag

Schon vor Jahren sei der Auftrag vergeben worden. Da ging es um die Verlegung neuer Erdkabel und die neue Straßenbeleuchtung. „Immer wenn es der Firma zeitlich passt, werden dann die alten Masten nach und nach entfernt“, sagte Wacker. Wie viele der alten Betonpfeiler in diesem Jahr verschwinden, ist unklar. Eines ist aber klar, sobald die Vögel aus dem Süden zurückkommen und wieder anfangen auch in den alten Masten zu brüten, ist Schluss mit dem Fällen. 2020 waren auch einige Masten gefallen. Bis ein Dohlennest mit Jungen gekappt wurde.