Ärtzemangel: Zehdenicker wollen neuen Medizinern den Teppich ausrollen

Vorschlag: Anstelle des umstrittenen Pavillons an der Ecke Berliner/Amtswallstraße könnte ein Medizinisches Versorgungszentrum.
Martin RiskenNicht zuletzt dank einer umfangreichen Erläuterung der Arbeit der Regio-Nord, der Entwicklungsgesellschaft des Mittelzentrums Gransee-Zehdenick und Fürstenberg, durch ihren Geschäftsführer Olaf Bechert. Der skizzierte während der Sitzung am Donnerstag die Dienstleistungen seines Unternehmens für die Kommunen. Darunter fallen auch die Bemühungen, Prozesse zu fördern, die Ärzten eine Niederlassung in einer der Kommunen attraktiv machen. Bechert konnte sogar konkreter werden. 2020 startet die Ärzte-Ansiedlungskampagne der Regio-Nord.
Standort für Ärztehaus
Freilich sei dies ein Thema, das vor allem perspektivisch in Angriff genommen werden müsse, warnte Bechert vor zu großen Erwartungen. Ein Umstand, der den Zehdenicker Mandatsträgern entgegen kommen dürfte. Auf die Schnelle mangelt es beispielsweise an einer geeigneten Immobilie etwa für ein künftiges Ärztehaus, das Dienstleistungen ebenso bündelt wie das in Gransee geplant ist. Geliebäugelt wurde in Zehdenick vor den Kommunalwahlen mit der Schaffung eines Ärztehauses an der Castrop-Rauxel-Allee. Für Ausschussmitglied Heiko Lenz (WS/BFZ) keine gute Alternative. „Wir sollten ein solches Ärztehaus nicht außerhalb der Innenstadt, sondern im Zentrum planen“, plädierte Lenz. Sein Vorschlag: Anstelle des umstrittenen Pavillons an der Ecke Berliner/Amtswallstraße könnte dort ein solches Medizinisches Versorgungszentrum errichtet werden. Zumal es schräg gegenüber zahlreiche Parkplätze gebe, nämlich auf dem Adolf-Mann-Platz. Auch wenn dazu keine Entscheidung getroffen wurde, das Thema dürfte vom Ausschuss weiter beraten werden. Unabhängig von den oft restriktiven Entscheidungen der Kassenärztlichen Vereinigung in Potsdam.