Ausflug: 48-Stunden-Aktion soll diesmal ein Erfolg werden

Auf nach Zehdenick: Mit offenen Armen, Kaffee und Kuchen sollen die Gäste Ende August auf dem Marktplatz der Havelstadt freundlichst empfangen werden. Anschließend sollen sie zum Einkaufsbummel starten.
Volkmar Ernst„Richtig traurig war das“, erinnerte sich Anke Treichel, die zusammen mit Beate Schneider noch versucht hatte, zumindest in der Villa Veda den Gästen ein Angebot zu machen. Schnupper-Yoga und Einblicke in die ayurvedische Küche sollten die Gäste hinunter zur Havel locken, während diese weiter oben auf dem Marktplatz ankamen. Doch selbst ein paar Schilder vermochten nicht immer, dass die vor allem aus Berlin mit Zug und Bus angereisten Besucher den Weg zur Villa fanden.
Viele bogen auch gleich zum Restaurant „Da Vinci“ ab, weil es entlang der Berliner Straße wenig zu entdecken gab. „Es war zum Heulen“, sagte Ankel Treichel, die als Mitglied im Fremdenverkehrsverein Zehdenick ein ähnliches Fiasko bei der Neuauflage der 48-Stunden-Aktion am 24. und 25. August dieses Jahres auf jeden Fall verhindern möchte. Die ankommenden Gäste sollte auf dem Marktplatz mit Kaffee und Kuchen aufs Herzlichste empfangen werden. Für ein entsprechendes Angebot könnte ein Zehdenicker Bäcker sorgen. Außerdem sollte es eine Moderation geben, damit die Gäste einen Überblick über das Angebot in der Havelstadt bekommen.
Die Tourist-Information, die vor zwei Jahren noch von mehreren Busladungen wissbegieriger Gäste in Beschlag genommen wurde, sollte einen Stand vor dem Rathaus aufbauen. Auf jeden Fall aber müssten die Geschäfte an beiden Tagen geöffnet haben, ebenso alle Gaststätten. Ein verkaufsoffener Sonntag wäre frühzeitig anzumelden, darum müsste sich dann der Vorstand des Fremdenverkehrsvereines kümmern. Wünschenswert wäre es aus Sicht von Anke Treichel auch, spezielle Angebote für junge Leute zu machen.
Auf der Ostroute fährt der Bus vom Bahnhof Fürstenberg über Mildenberg, Zehdenick und Bergsdorf. Auch einheimische dürften selbstverständlich zusteigen, seien doch die Busfahrten unentgeltich. Ein Zwischenstopp in Klein-Mutz könnte noch in den Fahrplan eingebaut werden, wenn dort für eine entsprechendes Angebot an Information und Unterhaltung gesorgt wird. So will der Thomashof die Gäste empfangen. Angebote, die abseits der Strecke liegen, werden zwar in einem Flyer kostenfrei beworben. Der Anbieter müsste nur eben für einen Shuttle-Service sorgen, wäre das Angebot noch ausbaufähig.
Heike Thomas kann sich gut vorstellen, in Zehdenick eine Postkarte zu verteilen, mit der für den Zehdenicker Laternen-Zauber am 7. Dezember geworben wird. Ihre Idee fand Unterstützung bei der jüngsten Zusammenkunft der Mitglieder des Fremdenverkehrsvereines Zehdenick.
Die 48-Stunden-Aktion, bei der die Besucher diesmal die Brandenburger Seenplatte von Nord bis Süd erkunden sollen, fällt in diesem Jahr zusammen mit dem Tag der offenen Gärten in Oberhavel, so dass sich hier eine Verbindung aus Kultur und Natur anbiete, so dass sich die Reise aus Berlin auf jeden Fall lohne.
Die Idee
■ Aktivangebote und kulturelle Genüsse erwarten Besucher am 24. und 25. August. Gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, der Oberhavel Verkehrsgesellschaft und touristischen Anbietern organisiert die Regio Nord die Aktion.
■ An beiden Tagen können Gäste und Einheimische auf zwei Rundkursen ab Fürstenberg die Region entdecken, Ausstellungen besuchen, Führungen mitmachen, Sportliches ausprobieren sowie bei Kaffee und Kuchen die Gastfreundschaft erleben.
■ Allerdings muss auch für ein entsprechendes Angebot vor Ort gesorgt werden. Wer mitmachen möchte, sollte unbedingt den Anmeldeschluss am 26. April bei der Regio Nord beachten. ⇥(ris)
