Zehn engagierte Menschen aus dem Löwenberger Land sind schon im vergangenen Jahr von den jeweiligen Ortsbeiräten für eine Auszeichnung vorgeschlagen worden. „Doch leider konnten wir nicht, wie gewohnt, eine kleine Feier im großen Rahmen für unsere Ehrenamtlichen veranstalten. „Corona hat wie so vielen auch uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, bedauerte Löwenbergs Bürgermeister Bernd-Christian Schneck. Daher sei jetzt der Entschluss gefallen, die zehn Ausgewählten zu Hause zu überraschen, um ihnen ein paar Blumen, Geschenke und liebe Worte zukommen zu lassen.

Siegfried Becker und die Kulturkirche

Der Anfang wurde mit Siegfried Becker aus Linde und Jens Seidenfad aus Grüneberg gemacht. Auch die anderen zu Ehrenden werden noch vor Ostern aufgesucht, versprach der Bürgermeister. Siegfried Becker wurde von Lindes Ortsvorsteherin Iris Fischer vor die Kulturkirche in Linde gelockt. Dort warteten bereits Schneck und der Gemeindevertretervorsitzende Axel Klicks. Becker sei seit 2013 im Förderverein der Kulturkirche engagiert, sagte Iris Fischer. Er fülle die Kulturkirche „mit Leben“ und gehöre zu den Hauptorganisatoren.
„Selbst in Corona-Zeiten hat er die Mitglieder des Vereins mit seinen Bildern überrascht“, so Fischer. „Ich mache das gern“, sagte Siegfried Becker. „Ich bin hier im Dorf tief verwurzelt.“ Axel Klicks bezeichnete die Kulturkirche als „Kultur-Hotspot im Löwenberger Land“ und betonte mit Blick auf Siegfried Becker, „das macht sich nicht alles von allein“.

Jens Seidenfad und die Musik

Anschließend fuhr die Auszeichnungsrunde nach Grüneberg. Sie trafen auf einen sehr überraschten und gerührten Jens Seidenfad. Der Musiker und Kantor der evangelischen Kirchengemeinde war vom Ortsbeirat Grünebergs vorgeschlagen worden: „Er war mal an der Reihe“, sagte Ortsvorsteher Karl-Heinz Wacker schmunzelnd. Wacker weiß, wie viele Grüneberger, was sie an Jens Seidenfad haben, der viel in der Gemeinde organisiert und auf die Beine stellt, wenn es um Feste, Musik außerhalb und innerhalb der Kirche geht. Das belebe die Dorfgemeinschaft und schaffe ein Stück Zusammenhalt bei jungen wie alten Grünebergern, so Karl-Heinz Wacker, der fest davon ausgeht, dass Jens Seidenfad auch seinen Anteil an der 666-Jahr-Feier Grünebergs am 3. September 2022 haben wird. Hoffentlich ganz ohne Corona-Einschränkungen.