B96 in Fürstenberg: Sperrung von Brücke verschoben – trotzdem gibt es Einschränkungen

Für den Schwerlastverkehr ist die Schleusenbrücke in Fürstenberg schon seit Frühjahr 2022 gesperrt. Ab sofort müssen alle Verkehrsteilnehmer dort mit Einschränkungen rechnen.
Martin RiskenDie für ursprünglich für Anfang Juli geplante Vollsperrung der Bundesstraße 96 im Bereich der maroden Schleusenbrücke in Fürstenberg wird verschoben – „um den touristischen Verkehr über die B96 während der Sommerferien nicht zu behindern“, so der Landesbetrieb Straßenwesen. Zu erheblichen Behinderungen wird es trotzdem kommen.
Die vorbereitenden Arbeiten zur Errichtung der Behelfskonstruktion haben in dieser Woche mit der Umverlegung von Leitungen begonnen. Anschließend, voraussichtlich im Juli, sollen die erforderlichen Straßenbauarbeiten auf der B96 südlich der Havel bis zum Knotenpunkt mit der Landesstraße L15 und der Steinförder Straße beginnen, heißt es in der Mitteilung vom 27. Juni.
Baustellenampeln regeln dort den Verkehr auf
Der Verkehr werde während der Arbeiten halbseitig an der Baustelle vorbeigeführt. Dazu werde eine Ampelanlage installiert. Die Gehwege werden barrierefrei hergestellt. Nach Abschluss dieser Arbeiten sei dann der Bau der Behelfsbrücke vorgesehen, über die der Verkehr bis zur Inbetriebnahme des eigentlichen Ersatzneubaus geführt werde.
Die Behelfsbrücke entsteht westlich der Schleusenbrücke. Um sie einheben zu können, werden die B96 und die Obere Havel-Wasserstraße kurzzeitig voll gesperrt, aber nicht während der touristischen Hochsaison. „Über die genauen Sperrzeiten informiert der Landesbetrieb Straßenwesen rechtzeitig. Rettungs- und Notdienste können die Baustelle aber weiterhin passieren. Die Arbeiten in diesem Abschnitt dauern voraussichtlich bis ins erste Quartal 2024“, so Steffen Streu, Sprecher des Landesbetriebs.
Sobald die Behelfsbrücke steht und für den Verkehr freigegeben wurde, soll die alte Schleusenbrücke für alle Verkehrsteilnehmer gesperrt und der Überbau der Brücke entfernt werden. „Die Planungen zum Ersatzneubau haben begonnen und laufen parallel. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird die neue Brücke nicht vor Ende des Jahres 2025 fertigstellt sein. Sobald das Bauwerk für den Verkehr freigegeben worden ist, wird die Behelfsbrücke wieder zurückgebaut“, so Streu zum weiteren Ablauf.
An dem Vorhaben beteiligt sind neben dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg auch noch die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, die Stadt Fürstenberg sowie Ver- und Entsorgungsunternehmen, was umfangreiche Absprachen notwendig machte.


