Während der jüngsten Sitzung des Fürstenberger Stadtrates am 16. Mai hatte Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) bereits über dieses Treffen informiert. Einen möglichen Zeitpunkt für den Baubeginn nannte er nicht. Philipp zufolge hätten sich auch Vertreter des Landes sowie des VBB erfreut darüber gezeigt, dass die Bahn AG nun die Planung in Auftrag gegeben habe. "Fürstenberg braucht eine Barrierefreiheit", betonte Philipp. Bis Herbst solle eine Vorzugsvariante für den Umbau des Haltepunktes vorliegen. "Wir sind froh, dass die Bahn an dem Projekt festhält", erklärte der Bürgermeister.
Grund für die enorme Verzögerung des Umbaus dürfte die überraschende Widmung des Bahnhofes zum Denkmal vor zwei Jahren sein. Zuvor war von einem Baubeginn inklusive der Schaffung der Barrierefreiheit um 2020/21 gesprochen worden. Mit der Unterschutzstellung sei "die vorliegende Vorentwurfsplanung hinfällig geworden und die Planung muss unter Beachtung der neuen Vorgabe überarbeitet werden", begründete Ahlert. Aus Sicht von Philipp sei nun wichtig, das Dach des Bahnsteiges zu sanieren, zu dem Behinderte Zugang haben. Im Herbst 2017 war der Bahnsteig gesperrt  worden. Derzeit läuft die Planung für die Dach-Sanierung. CDU-Stadtverordneter Olaf Bechert erklärte, die Verzögerung sei verheerend. Nun sollte von allen Beteiligten an einer Zwischenlösung im Sinne einer "provisorischen barrierefreien Nutzung" gearbeitet werden, um Behinderte bis 2025 nicht auszuschließen.