Die Bauarbeiten auf der B167 zwischen Herzberg und Grieben sind fast geschafft. Ab 3. Oktober kann die Strecke wieder genutzt werden. Am Tag zuvor soll mit dem Rückbau der Baustellen- und Umleitungsschilder begonnen werden, kündigt Steffen Streu, Pressesprecher beim Landesbetrieb für Straßenwesen Brandenburg, an.
Bis dahin sind allerdings noch einige Restarbeiten zu erledigen. So müssen noch die Leitplanken entlang der Grabendurchlässe und Einmündungen installiert und die Fahrbahnmarkierungen aufgebracht werden. Doch das sei zu schaffen, sind Daniel Bloch, Sachgebietsleiter der Bauüberwachung Kyritz, und Arne Knispel vom Ingenieurbüro Provia, zuständig für die Ausführung der Bauarbeiten, optimistisch.

Bauabnahme auf der Baustelle

Am Mittwoch sind sie auf der Straße zu Fuß unterwegs, um unter anderem die Ebenheitsmessung zu kontrollieren: Dabei folgen sie einem Fahrzeug, das einen vier Meter langen Messwagen mit lasergesteuerten Messinstrumenten zieht. Akustisch zeigen sie durch ein Piepen an, wenn der Untergrund mehr als vier Millimeter „ausschert“. Zusätzlich werden die Werte aufgezeichnet und später noch einmal analysiert. Doch auf der gut 3,3 Kilometer langen Strecke zwischen Herzberg und der Grenze zum Landkreis Oberhavel Richtung Grieben meldet sich das Messgerät nur einmal akustisch, um eine Unebenheit im Asphalt anzuzeigen, und auch die ist nur zwei Millimeter höher als das erlaubte Maß von vier Millimeter. „Wir werden das im Büro noch einmal kontrollieren, aber ansonsten ist die Fahrbahn in Ordnung“, stellt Bloch zufrieden fest.

Messung der Glätte der Fahrbahn

Nun geht es von der Kreisgrenze zwischen Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel zurück nach Herzberg, um auch die zweite Fahrbahnseite zu untersuchen. Doch Bloch und Knispel nehmen es gelassen: „Das schaffen wir schon. Aber das ist noch lange nicht alles“, stellen sie fest. Die Frage nach der Zahl der Kilometer, die sie am Mittwoch noch laufen müssen, beantworten sie mit einem salomonischen „viele“.
Am 1. Juli 2019 begannen die Arbeiten auf der Bundesstraße, zuerst unter halbseitiger Sperrung. Der in die Jahre gekommene Asphalt und die Tragschichten mussten erneuert werden. Das sollte gleich genutzt werden, um die Doppel-S-Kurve am Ortsausgang von Herzberg Richtung Grieben zu „entschärfen“.

Vollsperrung seit Februar 2020

Probleme bereitete dann jedoch der Neubau der Durchlässe unter der Fahrbahn, weshalb die Trasse im Februar komplett für den Verkehr gesperrt werden musste. „Bei halbseitiger Sperrung der Straße hätten wir zusätzlich noch Umfahrungen für die Grabendurchlässe bauen müssen. Dadurch hätten sich die Arbeiten nicht nur verteuert, sondern vor allem viel länger gedauert“, so die Erklärung von Steffen Streu.
Geplanter Fertigstellungstermin war das dritte Quartal 2020, der mit der Freigabe der Strecke ab dem 3. Oktober beinahe eingehalten werden kann.