Bauausschuss lehnt ab
: Abfuhr für Sonnenstrom aus Grieben

Die Mitglieder des Löwenberger Bauausschusses schlagen die Erarbeitung einer Liste vor, wo im Gemeindegebiet Solaranlagen gebaut werden dürfen.
Von
Volkmar Ernst
Grieben
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Zwischen Grieben und Herzberg werden zunächst wohl keine Solarparks entstehen.

dpa/Patrick Pleul

Konkret handelt es sich um eine Fläche hinter Grieben in Richtung Herzberg, die von der Bundesstraße 167 und der Bahntrasse eingefasst ist. Gleich nebenan auf der Herzberger Gemarkung ragen Windräder weithin sichtbar in die Höhe.

Der Tenor der Kommunalpolitiker lässt sich so zusammenfassen: Generell sei nichts gegen alternative Energiegewinnung einzuwenden, auch nichts gegen Unternehmen oder Landeigentümer, die solche Anlagen errichten oder ihr Land dafür zur Verfügung stellen wollen. Dennoch dürfe der Bau nicht dem Zufall überlassen bleiben, schon gar nicht, wenn dafür landwirtschaftlichen Flächen geopfert werden, so die klare Ansage. Um sowohl potenziellen Investoren als auch den Flächeneigentümern eine Planungsgrundlage an die Hand zu geben, schlugen die Kommunalpolitiker vor, innerhalb des  Gemeindegebietes des Löwenberger Landes mögliche Flächen für den Bau von Photovoltaikanlagen auszuweisen — und zwar „unabhängig von den Eigentumsverhältnissen“. Ob Kiesgruben oder andere Brachflächen, die Verwaltung soll diese Areale erfassen, so der Vorschlag der Kommunalpolituiker.  Von Vorteil sowohl für Investoren als auch die Gemeinde wäre, so die Begründung, dass auf Nachfragen schnell und präzise geantwortet werden könne. Außerdem wüssten Flächeneigentümer schon vorab, ob ihr Gelände für den Bau solcher Anlagen geeignet sei. In der Folge könnten Diskussionen, wie die gerade geführte, in den politischen Gremien entfallen. Dies soll den Gemeindevertretern so empfohlen werden.

Keine Probleme bereitete den Kommunalpolitikern, dass anlässlich seines 200. Geburtstages auch im Löwenberger Land an das Wirken von Theodor Fontane erinnert werden soll. An den Schlössern in Löwenberg, Liebenberg und Hoppenrade soll das mit Schau– und Informationstafeln gemacht werden, die innerhalb des Fontane–Wander– oder Fontane–Radwanderweges durch die Landkreise Ostprignitz–Ruppin und Oberhavel angesteuert werden können. Damit die Tafeln im kommenden Jahr nicht abgebaut werden müssen, schlagen die Ausschussmitglieder vor, dass die Gemeinde deren Pflege und Instandhaltung übernimmt.(veb)