Bauausschuss
: Weiter Streit um unsicheren Schulweg

Der Streit über die Schulwegsicherung am OSZ geht weiter. Bei einem Vor-Ort-Termin in der zweiten Februarhälfte sollen die unterschiedlichen Standpunkte erörtert werden.
Von
Martin Risken
Zehdenick
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Für Fußgänger nur wenig Platz: Schüler müssen sich die Fahrbahn mit den Autos teilen.

unbekannt

Der sachkundige Einwohner Jürgen Wielow gab den Anwohnern eine Mitschuld an der jetzigen Situation. „Der Bürgerwille von damals fällt uns heute auf die Füße“, erinnerte Wielow daran, dass es der Wunsch der Anlieger gewesen sei, dass kein zusätzlicher Gehweg entlang der Verlängerten Ackerstraße gebaut wird, die vor den neugeschaffenen Parkplätzen am OSZ angelegt wurde. „Jetzt muss ein vernünftiges Konzept her, das kann nicht mal so schnell nebenher gemacht werden“, mahnte Wielow und forderte die Stadtverwaltung zum Handeln auf.

Zehdenicks amtierender Bürgermeister Dirk Wendland hatte jüngst den Hauptausschuss um Zustimmung gebeten, über die Teileinziehung der Verlängerten Ackerstraße die Stadtverordneten am 7. Februar beschließen zu lassen. Wegen der Dringlichkeit sollten die Fachaussschüsse übersprungen werden. Dem Ansinnen hatten die Mitglieder des Hauptausschusses zugestimmt. Bei der Teileinziehung geht es darum, aus dem Weg von den Parkplätzen eine Sackgasse zu machen, um so den Durchgangsverkehr zu unterbinden. Erreicht werden soll das durch das Aufstellen von Pollern.

Nichtsdestotrotz stellt die Teil­einziehung auch nur eine Teillösung dar. Was aus den Bushaltestellen wird, die deutlich unterdimensioniert sind und nicht den Sicherheitsstandards entsprechen, soll später geklärt werden. Die Auffassungen darüber, wie das Problem gelöst werden kann, gehen zwischen der Stadt Zehdenick und dem Landkreis Oberhavel als gemeinsamen Schulträger von OSZ und Exin-Oberschule auseinander. Geklärt werden könnte der Streit bei einem Vor-Ort-Termin. Dieser soll in der zweiten Februar-Hälfte mit allen Beteiligten stattfinden, kündigte Fachbereichsleiter Fred Graupmann von der Stadtverwaltung Zehdenick an. Der Stadtverordnete Bernd Reinicke (Bürger für Zehdenick) mahnte eine rasche Lösung an, die bis spätestens im Herbst dieses Jahres greifen müssen. Er widersprach der Kritik von Anwohnern, wonach die Probleme mit dem Umzug der Exin-Oberschule in das OSZ-Gebäude vorher absehbar gewesen seien. Die Schule zog im September 2018 um.