Berufsorientierung ist für junge Menschen wichtig, gerade in der Pandemie. Doch der Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg (VME) kann wegen Corona nicht wie gewohnt seine Runde drehen. Aufgrund der besonderen Situation soll das Ganze aber nicht ausfallen. So kommt er jetzt virtuell zu den Schülerinnen und Schülern, wie es in einer aktuellen Pressemitteilung heißt. Über einen Livestream zeigen die Berater des Verbands, welche Berufsbilder und Ausbildungsangebote die Metall- und Elektro-Unternehmen in der Hauptstadtregion bieten. Sie erklären außerdem die richtigen Schritte für eine erfolgreiche Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassen.

Live-Schalte in die Ausbildungswerkstatt

Den Auftakt beim ME-Berufestream macht an diesem Freitag die Werner-von Siemens-Oberschuleschule in Gransee. Das Info-Truck-Beratungsteam hole dabei auch das ABB Ausbildungszentrum Berlin an Bord. Geplant seien Informationen rund um die verschiedenen Berufe, die das ABB Ausbildungszentrum anbietet, und eine Live-Schalte in die dortige Ausbildungswerkstatt. „Unsere Schülerinnen und Schüler brauchen solche Angebote, um Einblicke in die Praxis zu bekommen“, so Dr. Reinhard Witzlau, der Leiter der Werner-von Siemens-Schule. „Lehrinhalte, Arbeitsalltag, Zukunftschancen – wer an der Schwelle zum Berufsleben steht, hat viele Fragen. Je konkreter die Antworten sind, desto besser.“

Warnung vor der Nachwuchs-Lücke

Ebenfalls am 19. sowie am 23. März können junge Menschen der Oberschule Falkenberg einen virtuellen Blick in den InfoTruck werfen. Hier ist die Agentur für Arbeit der Partner. „In der Woche der Ausbildung, die die Bundesagentur für Arbeit ausgerufen hat, setzen wir mit diesem Angebot ein Zeichen“, sagte VME-Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck. „Unser Ziel ist es, junge Frauen und Männer umfassend über die Arbeitswelt in der Metall- und Elektroindustrie zu informieren. Da die Schulen geschlossen sind, gehen wir einen alternativen Weg, um die jungen Leute zu erreichen.“
Viele Unternehmen suchten weiterhin dringend Auszubildende, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Online-Angebote zur Berufsorientierung könnten den direkten persönlichen Kontakt aber nicht vollständig ersetzen, mahnte Amsinck. Er warnte vor den Konsequenzen einer unzureichenden Berufsorientierung. Schon 2020 seien in der Folge hunderte Ausbildungsplätze in der Region unbesetzt geblieben. „Wenn sich das wiederholt, riskieren wir eine echte Nachwuchs-Lücke. Das kann unsere Branche überhaupt nicht gebrauchen.“