Bildung: Granseer Verwaltung informiert über Schülerzahlen

Den Ranzen gepackt: Mit wie vielen Erstklässlern im neuen Schuljahr zu rechnen ist, hat die Amtsverwaltung ermittelt. Viele Faktoren waren dabei zu berücksichtigen.
David-Wolfgang EbenerFür die Stadtschule habe man die Planungen mit 49 neuen Erstklässlern begonnen – jene Kinder, die laut Meldeunterlagen das schulpflichtige Alter erreichen. Hinzu kommen 15 zurückgestellte Kinder des vergangenen Schuljahres. Das macht 64 Mädchen und Jungen, was zwei sehr volle erste Klassen bedeuten würde. „Aber wahrscheinlich wird es sieben Rücksteller geben, auf Elternwunsch oder ärztlichen Rat“, so Schröder. Ein Zuzug sowie zwei Wegzüge ebenfalls berücksichtigt, pendelt sich die Schülerzahl – Stand Mitte Februar – bei 56 ein. Die Schuleingangsuntersuchungen finden für die Stadtschule allerdings erst Ende März statt. 57 sei die Prognose der Amtsverwaltung gewesen. Es werde derzeit von einer Klassenstärke von je 28 Schülern ausgegangen.
Bereits erfolgt seien die Schuluntersuchungen für die potenziellen ABC-Schützen der Theodor-Fontane-Schule Menz. Zu 27 Kinder im schulpflichtigen Alter kommen im Einzugsgebiet der Bildungseinrichtung sieben Kinder, die vergangenes Jahr zurückgestellt wurden. Für das neue Schuljahr sei mit acht Rückstellungen zu rechnen, so die Abteilungsleiterin weiter. Die Zahl der Zu- und Wegzüge egalisiert sich, es sind jeweils drei. So wird derzeit mit 26 Erstklässler für das Schuljahr 2020/21 gerechnet.
Menzer bevorzugen Gymnasium
Dreizügig plant man in der Werner-von-Siemens-Oberschule. 65 Grundschüler hätten für den Wechsel in die Sekundarstufe die Schule an der Straße des Friedens in Gransee angegeben. 60 Prozent der Sechstklässler der Stadtschule Gransee und 44 Prozent der Sechstklässler der Theodor-Fontane-Schule Menz. Letzteres sei eine ungewöhnlich niedrige Quote, da in der Regel ein Drittel das Gymnasiums anwähle, zwei Drittel eine Oberschule.
35 der genannten 65 Jungen und Mädchen stammen aus dem Amt Gransee und Gemeinden. Speziellen Förderbedarf haben laut Schulleiter Dr. Reinhard Witzlau sechs der erwarteten Kinder. Zwei wiesen eine emotionale Störung auf, vier eine Lernbeeinträchtigung. Mit einigen Wiederholern in der aktuellen Jahrgangsstufe sieben sei auch zu rechnen, sodass von einer neuen Jahrgangsstärke von knapp 70 Schülern auszugehen sei. Theorie und Praxis bei der Betreuung von Kindern mit speziellem Förderbedarf gingen oftmals auseinander, stellte Witzlau fest. Leider seien die Eltern nicht immer kooperativ, es interessiere sie nicht, was mit ihren Kindern in der Schule passiere und was das auch für die Pädagogen und Mitschüler mit sich bringe.
Die Granseer Bildungslandschaft
Mit der Stadtschule Gransee und der Theodor-Fontane-Schule Menz verfügt das Amt Gransee und Gemeinden über zwei Grundschulen.
Die Oberschule namens "Werner von Siemens" hat einen großen Einzugsbereich. Kinder aus acht Grundschulen werden voraussichtlich in diesem Jahr an die Einrichtung an der Straße des Friedens in Gransee wechseln, 2019 waren es sogar zehn Grundschulen.
Das Strittmatter-Gymnasium an der Oranienburger Straße befindet sich nicht in Zuständigkeit des Amtes, sondern des Landkreises. Eine geplante Übertragung der Oberschule an den Kreis kam bislang nicht zustande.⇥mhe