Brand in Stechlin
: Feuer in einem Wohnhaus in Menz ausgebrochen – Bewohner evakuiert

UPDATE, 11. Januar 2024: In einem Wohnhaus an der Berliner Straße in Menz ist ein Feuer ausgebrochen. Die Bewohner konnten sich in Sicherheit bringen. Jetzt steht die Brandursache fest.
Von
Martin Risken
Menz
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Große Aufregung am Mittwochabend (10. Januar 2024) im Stechliner Ortsteil Menz: In der Küche eines Wohnhauses an der Berliner Straße war ein Feuer ausgebrochen.

Martin Risken

In einem Wohnhaus an der Berliner Straße in Menz (Gemeinde Stechlin) ist am frühen Mittwochabend (10. Januar 2024) ein Feuer ausgebrochen. Gegen 17.03 Uhr waren die Einsatzkräfte von der Leitstelle Nordost alarmiert worden. Gemeldet wurde ein „Gebäudebrand groß“. Die Hausbewohner, zwei Erwachsene und zwei Kinder, konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Jedoch bestand bei ihnen der Verdacht auf Rauchgasvergiftung.

Die Feuerwehren aus Menz, Neuglobsow und Großwoltersdorf waren schnell zur Stelle. Unter schwerem Atemschutz löschten die Einsatzkräfte den Küchenbrand mit einer Kübelspritze, um den Schaden durch Löschwasser gering zu halten. In der Zwischenzeit war Verstärkung angerückt: Die Feuerwehren aus Gransee, Dannenwalde und Rheinsberg waren zur Einsatzstelle an der Landesstraße 15 geeilt, sie konnten aber wieder umkehren, weil ihre Hilfe vor Ort nicht mehr benötigt wurde.

Verdacht auf Rauchgasvergiftung bestätigt sich nicht

Der Verdacht auf Rauchgasvergiftung bestätigte sich dann aber bei den Hausbewohnern nicht, wie sich bei einer Untersuchung durch die Notärztin vor Ort herausstellte. Das Haus sei bis auf Weiteres nicht nutzbar, die Bewohner kamen bei Verwandten unter, wie Feuerwehr-Einsatzleiter Uwe Valentin erklärte.

Die Polizei beschlagnahmte den Brandort, am Donnerstag (11. Januar) soll dieser von Kriminaltechnikern untersucht werden. „Nach derzeitigen Erkenntnissen hatte sich ein Obstkorb auf einer heißen Kochfläche des Elektroherdes befunden, was ursächlich für den Brand gewesen sein könnte“, teilte die Pressestelle der Polizeidirektion Nord am 11. Januar mit. Sie beziffert den entstandenen Schaden auf rund 30.000 Euro. Die Kriminalpolizei habe Ermittlungen aufgenommen.

Langer Rückstau von Lastkraftwagen auf der L15

Die Sperrung des Kreuzungsbereiches Berliner Straße/Lindenstraße führte insbesondere aus Richtung Neuglobsow zu einem längeren Rückstau von Lastkraftwagen. Autos konnten ortsnah umgeleitet werden.

Insgesamt waren 39 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort tätig, gegen 18.30 Uhr war der Einsatz beendet, die zuständige Straßenmeisterei wurde benachrichtigt, um eventuelle Eisbildung auf der Fahrbahn zu beseitigen. Am Einsatzort herrschten eisige Temperaturen von minus zehn Grad Celsius.