Bundessiegerprüfung: Zehdenick Mekka des Hundesports

Hat alles im Blick: Vereinschef Robert Löchel und sein Team haben die Deutschen Meisterschaften seit Dezember 2018 akribisch vorbereitet. Alles ist bereit für zwei spannende Wettkampftage auf dem Havelsportplatz.
Martin RiskenDass sich die rund 180 Hundesportler mit ihren Angehörigen und Trainern in der Havelstadt wohlfühlen werden, dafür sorgen die 30 Vereinsmitglieder, die in die Vorbereitung und Durchführung des Ereignisses eingebunden sind. Unterstützung erhalten sie vom SV Zehdenick 1920, der den Havelsportplatz für die Deutsche Meisterschaft zur Verfügung gestellt hat.
1 500 Zuschauer erwartet
Denn der Deutsche Verband der Gebrauchshundesportvereine (DVG) verlangt vom Veranstalter einen entsprechenden Rahmen. Unter anderem muss genügend Platz für Zuschauer sein. Bis zu 1 500 Gäste werden am Sonnabend und Sonntag erwartet. Neben fachkundigem Publikum dürften auch viele Zehdenicker sich das Ereignis nicht entgehen lassen, hofft der quirlige Vereinschef, der in den vergangenen Wochen eifrig die Werbetrommel gerührt hat. Freude am Zuschauen dürfte jeder haben: „Es ist wie bei einem Reit- und Springturnier. Nicht jeder hat ein Pferd, aber allen gucken gerne zu“, so Löchel, der den Vereinsvorsitz 2013 übernahm. Drei Landesmeisterschaften hat der Verein ausgerichtet und sich so einen Namen in der Hundesportszene gemacht. Die Zahl der Mitglieder stieg unter dem Vorsitz von Robert Löchel von elf auf 30. „Wir sind ein starkes Team“, sagt der 32-Jährige, der sich „wie 20 fühlt“, wie er sagt.
Drei Disziplinen werden die 56 Hunde, überwiegend belgische Schäferhunde der Rasse Malinoi sowie einige deutsche Schäferhunde, Dobermänner und Rottweiler, absolvieren. Dass sich der belgische Schäferhund durchgesetzt hat, habe einen einfachen Grund: „Er lernt schnell, ist triebig und der Sache gewachsen.“
Neben der Fährte und der Unterordnung dürfte der Schutzdienst die für den Zuschauer spektakulärste Disziplin sein, wenn die Hunde unter anderem über Hindernisse springen. Pro Disziplin werden maximal einhundert Punkte vergeben. Die Besten werden am Ende mit zirka 290 Zählern Deutscher Meister werden. Die Höchstpunktzahl werde womöglich niemand erreichen. Dass der Deutsche Meister nicht aus Zehdenick kommen wird, steht allerdings schon fest. Denn kein Mitglied des gastgebenden Vereins konnte sich für die Endrunde qualifizieren, dafür aber immerhin vier aus dem Landesverband Berlin-Brandenburg, der 960 Mitglieder zählt. Wer vorne mitmischen möchte, muss wie ein Leistungssportler trainieren. Zwei bis drei Mal die Woche, mindestens.
Die Landesmeister leben für ihren Sport und viele sind besonders ehrgeizig, weiß Vereinschef Robert Löchel, der selbst begeisterter Hundesportler ist.
Zwei Tage mitviel Spannung
Die Bundessiegerprüfung findet am 27. und 28. April jeweils in der Zeit von 6.30 bis 17 Uhr auf dem Havelsportplatz Zehdenick statt.
Die Siegerehrung wird am Sonntag um 17 Uhr gefeiert.
Der Eintritt kostet fünf Euro, eine Karte für beide Tage kostet acht Euro. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. ⇥ris
