Die digital affinen Domscheit-Bergs haben sich etwas Besonderes ausgedacht, das sie weitgehend unabhängig von Lieferketten und den üblichen Marktbedingungen macht. In ihrem Domizil, dem Verstehbahnhof läuft die Produktion der Masken und Visiere mittels moderner 3D-Drucker an.
"Bei diesem Themasieht man, wie wichtig es ist, gemeinwohlorientiert Wissen zu schaffen und miteinander zu teilen, also zum Beispiel Designs als open Hardware zu entwickeln, die jeder überall auf der Welt nachbauen kann, so wie dieses Corona-Schutz-Visier", merkt Anke Domscheit-Berg an. Außerdem sei der Verstehbahnhof aus ihrer Sicht gerade ein sehr gutes Beispiel dafür, "wie wichtig es ist, dezentral Strukturen wie Makerspaces und offene Werkstätten zu haben". Der Vorteil: Produktionsmittel können dezentral nutzbar gemacht werden. Und das flexibel, frei, schnell und mit kurzen Wegen zu denen, die gerade dringend bestimmte Dinge benötigen, aber anders nicht bekommen können.
Für die Bundestagsabgeordnete sei dieses Engagement die sinnvollste Art, Wahlkreisarbeit zu leisten. "Denn meine Wahlkreistermine fallen ja alle aus." Doch da schließt sich auch wieder ein Kreis: Vor ein paar Monaten war sie im Rahmen eines Wahlkreistages auch in der Klinik Gransee. Sie sprach mit Dr. Thierfelder, "dem ich unsere Visiere anbot".
Am Freitag kam die Bestellung der Oberhavel Kliniken über 100 Stück. "Wir werden sie in mehreren Chargen liefern und Anfang kommender Woche damit anfangen." Ab jetzt stehen unsere Drucker nicht mehr still.
Was für Drucker: "Zuwachs bekommen wir leihweise von den Gymnasien Gransee (Strittmatter) und Neustrelitz (Carolinum), um die Produktion zu erhöhen. Inzwischen gibt es weitere Interessenten an einer solchen Maske: vier für die Zahnarztpraxis von Uli Fischer in Fürstenberg, sie wurden bereits übergeben, und sieben für die Post in Fürstenberg.
Interessenten sollten sich unbedingt und rasch im Verstehbahnhof melden. Es gibt eine Mailadresse, sie lautet: kontakt@fuerstenberg-hilft.de.