Eine offenbar illegale Feier in einem Garten an der Südpromenade in Gransee beschäftigte am 13. April die Mitglieder des Hauptausschusses. Wie Martina Erdmann (WG Granseer Land) sagte, hätten sich Bürger beschwert, dass sich am Karfreitag nicht nur Personen entgegen der Coronaregeln versammelt hätten, sondern das auch noch sehr lautstark. Das zu unterbinden, da führte offenbar kein Weg hin. Habe das Ordnungsamt eine Handhabe?, fragte sie in Richtung der Verwaltung. Der Nutzer des Gartens sei offenbar bekannt.

Polizei und Ordnungsamt nicht informiert

Etwas irritiert zeigte sich Amtsdirektor Frank Stege angesichts dieser Frage. Dem Ordnungsamt sei solch ein Vorfall nicht gemeldet worden, dabei verfüge man über eine Rufbereitschaft, die auch außerhalb der regulären Sprechzeiten zu erreichen sei. Auch Thomas Schröder (CDU), Revierpolizist in Gransee, sagte, dass ihm derartiges nicht bekannt sei. Ordnungsamt oder die Polizei stünden bereit, um derartige Veranstaltungen zu unterbrinden. „Aber wir müssen davon wissen. Die Möglichkeit wäre da gewesen“, so Schröder.
Daher wäre der effektivere Weg, die Einsatzkräfte direkt zu rufen, anstatt sich im Nachgang zu beschweren, zumal man über Ostern mit zusätzlichen Kräften unterwegs gewesen sei.
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