Insgesamt 35 Menschen im Norden Oberhavels haben sich in der vergangenen Woche neu mit dem Coronavirus infiziert. In dieser Woche sind vier Menschen in Fürstenberg (damit insgesamt 102 Fälle), drei Betroffene in der Stadt Gransee (224) und zwei in Zehdenick sowie jeweils eine Person in Schönermark (26), Sonnenburg (21) sowie im Löwenberger Land (212) hinzugekommen. Diese Zahlen gehen aus den Pressemitteilungen des Landkreises Oberhavel vom Montag, 15. Februar, Montag, 22. Februar, sowie Mittwoch, 24. Februar, hervor.

Amt Gransee mit meisten Neuinfektionen

Die meisten Neuinfektionen hat es im Amt Gransee und im Löwenberger Land gegeben. Dort sind vom Gesundheitsamt jeweils zwölf Betroffene gemeldet worden. Die zwölf Coronainfizierten im Amt Gransee teilen sich wie folgt auf die Stadt sowie die vier Amtsgemeinden auf:
Stadt Gransee: sieben Menschen, Großwoltersdorf: eine Person, Schönermark: keiner, Sonnenberg: zwei Menschen sowie Stechlin: zwei Betroffene. In Zehdenick sind sieben sowie in Fürstenberg vier neu mit dem Coronavirus Infizierte hinzugekommen. Konkret haben sich die Zahlen wie folgt verändert: Amt Gransee: von 309 auf 321, Stadt Gransee: von 214 auf 221,Großwoltersdorf: von 24 auf 25, Schönermark: von neun auf neun, Sonnenberg: von 18 auf 20, Stechlin: von 44 auf 46, Löwenberger Land: von 199 auf 211, Zehdenick: von 402 auf 409, Fürstenberg: von 94 auf 98 Menschen.
Die aktuelle Zahl der im Zusammenhang mit einer Coronavirusinfektion gestorbenen Menschen im gesamten Landkreis Oberhavel beträgt 182. Im Nordkreis sind zuletzt am Donnerstag, 18. Februar, eine 79-jährige Frau aus Gransee sowie am Dienstag, 9. Februar, eine Frau aus Zehdenick gestorben.

Daten werden nachträglich korrigiert

Insgesamt ist die Datenlage im Landkreis Oberhavel derzeit etwas durcheinandergewirbelt: Vom 21. Januar bis zum 15. Februar hat die Kreisverwaltung überhaupt keine sogenannten gemeindescharfen Daten zu den Coronafällen in den insgesamt 19 Gemeinden und Städten Oberhavels mitgeteilt. Mit gemeindescharfen Zahlen sind die Anzahl der Neuinfektionen sowie der Gesamtfälle seit dem Beginn der Pandemie im Frühjahr dieses Jahres in den einzelnen Orten gemeint. Aktuell werden Todesfälle vom Frühjahr vergangenen Jahres nachgemeldet, gibt es neuerdings Betroffene ohne Wohnort sowie werden Zahlen nachträglich korrigiert und deshalb umsortiert. Inzwischen werden sogar bereits gemeldete Fälle zurückgenommen sowie die Gesamtfälle seit dem Beginn der Pandemie im Frühjahr vergangenen Jahres nach unten korrigiert.
„Das Gesundheitsamt Oberhavel kann immer nur die zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbare Datenlage bekannt geben. Und gegenüber von Dritten – Labore, Privatpersonen, Gemeinschaftseinrichtungen – nicht bekannt gegebene Infektions- oder Sterbefälle kann das Gesundheitsamt insofern nicht berücksichtigen. Aufgrund rechtlicher Vorgaben sind wir aber auch bei Nachträgen dazu verpflichtet, die Fälle bei Bekanntwerden gegenüber dem Land zu melden. Dem kommen wir selbstverständlich nach. Hinzu kommt, das sich im Zuge der Pandemie – zum Beispiel im Zusammenhang mit der Einordnung von Schnelltest – die Vorgaben des RKI, unter welchen Voraussetzungen ein Fall als Infektionsfall gezählt werden muss, verändert haben. Auch dies zieht gegebenenfalls Korrekturen im Einzelfall nach sich.“, erläutert Kreissprecherin Ivonne Pelz die Gründe.
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