Drohung in Gransee
: Mails und Flugblätter an Schulen – Verdacht der Volksverhetzung

Nach dem Eingang von Drohmails beim Schulleiter des Strittmatter-Gymnasiums wird wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt. An der Siemens-Schule tauchten Flugblätter auf.
Von
Martin Risken
Gransee
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Das Strittmatter-Gymnasium an der Oranienburger Straße in Gransee: Gäste können in diesem Jahr zum Tag der offenen Tür nicht vor Ort begrüßt werden. ⇥

Gransee 06.01.2021 Strittmatter-Gymnasium Gransee Gebäude , Foto: Matthias Henke

Beim Schulleiter des Strittmatter-Gymnasiums in Gransee sind Drohmails eingegangen. Jetzt ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Was bislang bekannt ist.

Matthias Henke
  • Drohmails an das Strittmatter-Gymnasium lösen Ermittlungen wegen Volksverhetzung aus.
  • Polizei untersucht Flugblätter mit fremdenfeindlichem Inhalt an der Siemens-Oberschule.
  • Flugblätter mit Text „Kehrt nach Hause zurück“ in Deutsch und Arabisch sichergestellt.
  • Absender der Mails und Verfasser der Flugblätter bisher unbekannt.
  • Ermittlungen stehen noch am Anfang, Inhalte werden auf strafrechtliche Relevanz geprüft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem Eingang von drei Drohmails beim Schulleiter des Granseer Strittmatter-Gymnasiums am Dienstag (7. Oktober 2025) hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Am selben Tag tauchten an der Werner-von-Siemens-Oberschule in Gransee Flugblätter mit möglicherweise fremdenfeindlichem Inhalt auf.

Ob dieser Inhalt auch strafrechtlich relevant ist, wird zurzeit noch durch die Polizei geprüft, wie der Sprecher der Polizeidirektion Nord in Neuruppin, Philipp Mahncke, am Mittwoch (8. Oktober) sagte.

Polizei ermittelt auch wegen Volksverhetzung

Im Fall der Drohmails, die das Strittmatter-Gymnasium erhalten hat, habe die Polizei Anzeigen wegen Beleidigung, Bedrohung und wegen des Verdachts der Volksverhetzung aufgenommen, so Mahncke. Zum Inhalt der Mails wollte er sich mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen allerdings nicht äußern.

Ebenfalls wollte er zum Absender nichts sagen. Auch nicht, ob es sich um anonyme Schreiben handelt. „Wir gehen der Sache nach“, kündigte Mahncke weitergehende Ermittlungen an, die zurzeit aber noch ganz am Anfang stehen würden.

Flugblätter mit fremdenfeindlichem Hintergrund an Oberschule?

In der Siemens-Oberschule seien Flugblätter aufgefunden worden. Ob der Inhalt strafrechtlich relevant ist, sei Gegenstand der Ermittlungen, wies der Pressesprecher hin. Auch in diesem Fall wollte er sich zum konkreten Inhalt der Schreiben nicht äußern. Die Flugblätter seien durch einen Revierpolizisten sichergestellt worden.

„Kehrt nach Hause zurück, Eure Heimat braucht Euch!“ soll dem Vernehmen nach auf den Flugblättern in deutscher und arabischer Sprache gestanden haben. Die Polizei hat das weder bestätigt noch dementiert. Noch nicht geklärt werden konnte, wer die Flugblätter an der Schule verteilt hat.