Elektromobilität: Zehdenicker Ladestation funktioniert endlich

Neu programmiert: Die Ladestation funktioniert.
Martin RiskenBereits am 10. Juli war die Säule im Auftrag der Stadt Zehdenick von den Stadtwerken Zehdenick aufgestellt worden. Zwar konnten Fahrzeuge auch geladen werden, allerdings funktionierte die Abrechnung nicht. Und weil die Bundesnetzagentur auch noch verfügte, dass die Abrechnung zwingend in Kilowattstunden zu erfolgen habe, stellte das den Hersteller der Säule offenbar für große technische Probleme. Die schon einmal terminierte Übergabe der Schnellladestation durch die Stadt Zehdenick musste kurzfristig rückgängig gemacht werden, so Mikat. Jetzt, fünfeinhalb Monate später, haben es IT–Fachleute endlich geschafft, die Ladestation so zu programmieren, dass mit jeder Ladekarte auch die individuelle Abrechnung funktioniert und das Konto des Nutzers belastet werden kann. „Offenbar hatten viele Betreiber von Ladestationen dieses Problem“, mutmaßt Mikat.
Schwere Geburt
Offenbar war es eine schwere Geburt, die Ladesäule entsprechend zu programmieren. In den vergangenen Tagen werkelten gleich drei Experten an der Ladestation herum. Geschützt vom einem Partyzelt hatten sie allerlei Messinstrumente und Laptops ausgebreitet. Auf Fotowünsche der Presse reagierten die Mitarbeiter ziemlich gereizt. Dass jetzt immer noch ein Bauzaun den ungehinderten Zugriff auf die Station verhindert, begründete Mikat damit, dass die offizielle Übergabe ja noch ausstehe. Erst am Donnerstag konnte die Stadt Zehdenick informiert werden, dass die Ladestation jetzt betriebsbereit ist. Wie lange es jetzt noch dauert, einen Termin für die Übergabe festzulegen, ist allerdings nicht bekannt. Mit der Ladestation ist auch die Erweiterung der P+R–Anlage abgeschlossen. Dadurch stehen jetzt deutlich mehr Parkplätze für Autos und Fahrräder am Bahnhof zur Verfügung.
