Erstklässler
: Löwenberger Einschulungsfeiern mit Kompromiss

Die Löwenberger Liberatasschule verzichtet coronabedingt auf ein größeres Bühnenprogramm. Die Veranstaltungen finden im engsten Familienkreis statt.
Von
Martin Risken
Löwenberg
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Endlich ein Schulkind: Zur Krönung der Einschulungsfeier erhielt jeder seine Schultüte überreicht.

Martin Risken

Nur Eltern und Geschwister

Das Festprogramm fiel deutlich kleiner aus. Zugelassen waren nur Eltern und Geschwister als Gäste, die mit Abstand voneinander platziert wurden. „Wir sind dankbar, dass die Feier überhaupt stattfinden kann“, sagte Klicks zum Auftakt der Zeremonie am Sonnabendmorgen im Löwenberger Bürgerhaus, wo sich die Mädchen und Jungen der Klasse 1a von Ina Tanneberger versammelt hatten.

Es war bereits die zweite Einschulungsfeier an diesem Tag, zuvor fand in Grüneberg für die dortigen 23 Einschüler und ihre Eltern eine Feier statt, die Axel Klicks mit Konrektorin Astrid Glass und Katja Hanke als Primarstufenleiterin vorbereitet hatte. Am späten Vormittag sollte es eine dritte Veranstaltung in Löwenberg für Klasse 1b unter Leitung von Melanie Steinborn geben.

Auf ein kleines Theaterstück mussten die Gäste diesmal verzichten, stattdessen spielte Florentine Steinborn aus der 6. Klasse leidenschaftlich auf ihrem Keyboard, bevor die Drittklässler Julina Enderlein und Nele Breu das Gedicht „Welch ein Jubel, welch eine Freude“ von Friedrich Morgenroth rezitierten und Schulleiter Klicks das Gedicht „Wurzeln und Flügel“ von Johann Wolfgang Goethe nutzte, um dessen Bedeutung für den Start der Erstklässler in einen neuen Lebensabschnitt hevorzuheben: Die Wurzeln geben dem Baum Halt, die Flügel verleihen der Fantasie Kraft, um die neue aufregende Zeit zu meistern. Die Übergabe der zum Teil mit Plüschtieren reich verzierten Schultüten zelebrierte die Schule sehr feierlich, indem die Kinder einzeln auf die Bühne gerufen wurden.

„Pflegen sie die Partnerschaft mit den Klassenleitern“, appellierte Klicks schließlich an die Verantwortung der Eltern. Er mahnte jedoch auch, die Kinder loszulassen. "Eltern betreten nicht den Schulhof“, gab er ihnen mit auf den Weg. Vor der Schule gebe es eine Kiss–and–Ride–Zone, damit alle Kinder einen möglichst stressfreien ersten Schultag haben und der Abschied kurz ausfällt. Denn am heutigen Montag strömten rund 420 Schüler zum Unterricht. Wer sich länger von seinem Kind verabschieden möchte, sollte den nahe gelegenen Parkplatz des Bürgerhauses ansteuern und nicht die Buswendeschleife vor der Schule blockieren.

42 neue Siebtklässler

Auch für 42 Jugendliche beginnt am heutigen Donnerstag in der Libertasschule ein neuer Lebensabschnitt. Die Siebtklässler haben ihren ersten Schultag, zwei Klassen mit jeweils 21 Schülern werden gebildet. Die Jugendlichen kommen aber keineswegs nur aus dem Löwenberger Land. Wegen der guten Verkehrsanbindung der Löwenberger Schule kommen die Jugendlichen auch aus der Nachbarstadt Liebenwalde und darüber hinaus auch aus Oranienburg und Zehdenick zum Unterricht, um hier ihren Abschluss zu machen.

Und Axel Klicks freut sich auf neue Kolleginnen und Kollegen. Gleich fünf neue Lehrkräfte kann er zu Beginn des neuen Schuljahres begrüßen.