Wie es zu dem Brand in der Nacht von Donnerstag zu Freitag auf einem Grundstück am Wesendorfer Weg in Zehdenick kommen konnte, ist derzeit noch völlig unklar. Fakt ist lediglich: Das Feuer richtete einen schweren Schaden an. Personen wurden zwar nicht in Mitleidenschaft gezogen – zwei Holzschuppen aber und vor allem das Einfamilienhaus auf dem Grundstück wurden total zerstört.
Stadtbrandmeister Gerd Leege berichtete, gerufen wurde man gegen 21.45 Uhr zu einer „Scheune im Vollbrand“ am Wesendorfer Weg. Wie sich herausstellte, loderten bereits zwei Holzschuppen und waren die Flammen drauf und dran, auf das Wohngebäude überzugreifen. Anwohner hätten die Einsatzkräfte alarmiert und zum Glück die 87-jährige Bewohnerin des Hauses rechtzeitig in Sicherheit gebracht.
Die Einsatzleitung entschied sich, sofort vier Wehren loszuschicken: die Zehdenicker Stadtwehr, die benachbarten Wesendorfer Brandschützer, die Mildenberger und auch die Wehr aus Krewelin.
Das Problem war nach den Worten des Stadtbrandmeisters die enorme Rauchentwicklung. Eine Warnung erging an die Anwohner, die Fenster geschlossen zu halten.

50 Kameraden im Einsatz

„Und zahlreiche Feuerwehrleute waren gezwungen, bei den Löscharbeiten Atemschutzgeräte zu tragen.“ Weil dies aber sehr Kräfte raubend sei, wurden andere Wehren hinzugezogen – die Einsatzkräfte aus Kurtschlag und Kappe. Um 2.30 Uhr war es dann geschafft, der Brand war gelöscht, das Grundstück konnte an die Polizei für die Sicherung und die Ermittlungen übergeben werden.
Fazit für die Feuerwehr: 50 freiwillige Feuerwehrleute waren im Einsatz, dazu kamen noch der Rettungsdienst und die Polizei. Am Freitagvormittag waren dann die Ermittler der Kriminalpolizei vor Ort, um Ermittlungen zur Brandursache aufzunehmen. Das Haus ist nach Darstellung der Polizei völlig unbewohnbar geworden, der Schaden wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt. Die Bewohnerin ist bei Verwandten untergekommen.