Einige Lichtblicke gab es in der laufenden Saison für den SV Fürstenberg schon. Allerdings beschränken sich diese bisher ausschließlich auf den Kreispokal-Wettbewerb. Auf ein 5:3 bei Bärenklau II folgte in der 2. Cup-Runde ein 3:0 nach Verlängerung gegen Zehlendorf.

SV Fürstenberg kassiert laufend Niederlagen

Zuletzt kam dann jedoch das Aus bei Klosterfelde II (1:5). Die bittere Ligarealität des SVF sieht dagegen jedoch völlig anders aus. Der Tabellendreizehnte der Vorsaison kassiert aktuell nicht nur eine Niederlage nach der nächsten, sondern kommt dabei auch recht regelmäßig unter die Räder (7 Spiele, 7:42 Tore).
„Wir haben keinen schlechten, aber leider eben einen sehr dünnen Kader“, sagt Stefan Kirchberg, Vorsitzender des SV Fürstenberg. Die Situation der Mannschaft sei alles andere als einfach, und Licht am Ende des derzeit äußerst dunklen Tunnels kaum auszumachen. „Wir haben schon vor der Saison zusammengesessen und darüber gesprochen, dass es für uns diesmal extrem schwer werden wird. Wenn es dann aber tatsächlich so eingetreten ist, muss man damit erst einmal umzugehen wissen.“

Saison wegen Corona fraglich

Die in solchen Momenten oft bemühten Floskeln und Durchhalteparolen will Stefan Kirchberg allerdings gar nicht erst in den Vordergrund rücken. Auch wenn er genau weiß, dass es vor allem um Letzteres geht – „wir müssen durchhalten und dabei bleiben“.
Noch ist für den Vorsitzenden überhaupt nicht abzusehen, ob die Kreisligasaison aufgrund der Corona-Pandemie überhaupt zu Ende gespielt werden kann. Sein Gefühl gehe schon wieder in diese Richtung, sagt Kirchberg. Und sollte es dann ein Szenario wie in der vergangenen, abgebrochenen Serie ohne Absteiger geben, würden die Fürstenberger ein für sie alles andere als neues Gedankenspiel noch einmal neu diskutieren.
„Wir hatten zuletzt schon einmal überlegt, ob wir freiwillig eine Spielklasse runtergehen, um neu zu starten“, sagt Stefan Kirchberg. „Für uns ist zurzeit der Schritt von unserer zweiten Mannschaft in der 2. Kreisklasse zur ersten in der Kreisliga einfach zu groß, um personelle Engpässe auffangen zu können.“

Verzicht auf Legionäre

Und neue Spieler zu gewinnen, die das Zeug haben, sofort weiterzuhelfen, ist für den Verein aus dem Norden Oberhavels ein kompliziertes Unterfangen. Kirchberg beschreibt dies jedoch als „kein Problem, welches wir erfunden haben. Es geht vielen Vereinen so“.
Schon jetzt würden sich immer wieder einige Fußballer aus Berlin auf den Weg machen, um in Fürstenberg spielen zu können. „Das muss man ihnen einfach hoch anrechnen. Sie tun das aber, weil sie gerne bei uns sind, und nicht, weil sie monatlich ihr Geld mit nach Hause nehmen. Vielleicht müssen wir über kurz oder lang auch über ein solches Modell nachdenken, aber eigentlich wollen wir das überhaupt nicht. Dann hätten wir nur noch Legionäre hier. Ich bin nach wie vor sehr stolz darauf, dass wir ein echtes Team in Fürstenberg haben“, sagt Kirchberg.