Germendorfs Tierparkchef Torsten Eichholz ist heilfroh, dass er am Montag die Pforten für die Besucher wieder öffnen konnte. „800 haben wir gezählt“, sagt Eichholz am Dienstag, der sich schon auf das Wochenende und die vielen Kinder freut, „wenn die endlich wieder kommen können“. Gerade steht er aber auf dem Hof von Karl-Heinz Wacker in Grüneberg und schaut dem Landwirt dabei zu, wie er mit einem großen Lader zwei runde Heuballen von je 300 Kilogramm auf einen Lastwagen ablädt. Insgesamt packt er nach und nach sieben Ballen auf die Ladefläche.

Aus drei werden sieben Ballen

Das Heu ist eine Spende. Zunächst sollten es nur drei Ballen, die Peter Adam von Eis Adam in Grüneberg dem Germendorfer Tierpark zukommen lassen wollte, sein. Dann hat Karl-Heinz Wacker noch ein paar Ballen dazu gepackt. „Wir werden uns schon einig“, sagt Peter Adam schmunzelnd in Richtung des Landwirtes. Man kennt sich seit Jahren. „Als wir den Futter-Hilferuf aus Germendorf gehört habe, haben wir das alles schnell eingetütet“, sagt Thomas Adam, der Bruder von Peter Adam. „Die Tiere brauchen doch Futter. Da hilft man sich. Das ist so auf dem Dorf.“ Hinzu kommt die Geschäftsbeziehung. Eis Adam beliefert sonst die Imbisse des Tierparks. „Statt Eis und Bratwurst gab es heute eben Heu“, sagt Thomas Adam.

Futter für Großtiere

Sieben Wochen kommen die Großtiere des Tierparks wie Antilopen, Ziegen und Minipferde mit der Futterspende aus Grüneberg aus. Pro Woche vertilgen sie einen Ballen. Für den sicheren Transport sorgen Patrick Eichholz und Emil Karpowicz. Rund 600 Tiere beherbergt der Park in Germendorf. „Sie liegen mir am Herzen“, sagt Peter Adam, der den Park regelmäßig mit seinen Enkelkindern besucht.