Gedenken: Grüne fordern Erinnerung auch an lesbische KZ-Opfer

Jährliches Gedenken: Auch die Bündnisgrünen begrüßen, dass dieses Jahr wegen der Pandemie darauf verzichtet wird.
Matthias HenkeJulia Schmidt, die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Brandenburg, erklärte, „wir halten weiterhin an einer dauerhaften Befestigung der Gedenkkugel für lesbische Frauen und Mädchen in der Gedenkstätte Ravensbrück fest. Hoffentlich kann dieses langjährig angestrebte Vorhaben im nächsten Jahr abgeschlossen werden.“
Virtuelles Gedenken begrüßt
Grundsätzlich seien die Grünen der Überzeugung, auch in Zeiten der Pandemie sei die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten zu ermuntern, „die qualitativ herausragende Forschungsarbeit bei der Ausdifferenzierung der Opfergruppen fortzusetzen und neue, auch digitale, Formate der Erinnerungskultur weiter voranzubringen“.
Die kurzfristige Verlegung des Gedenkens in den virtuellen Raum am kommenden Wochenende unterstreicht Julia Schmidt zufolge, wie gut sich die Stiftung an die veränderten Umstände anpasse. „Digitale Angebote des Gedenkens können sich als wertvolle Ergänzungen erweisen, besonders jetzt, aber auch in Zukunft“, so Schmidt.
Keine Krise, wie etwa die Pandemie, dürfe davon ablenken, die Schrecken jener Zeit wieder und wieder zu vergegenwärtigen, heißt es in der Mitteilung der Grünen.
Auch ein Dreiviertel-Jahrhundert später merken die Menschen: „Erinnerung ist unerlässlich für den Schutz unserer Demokratie.“