Gesundheit: Pläne für Granseer Ärztehaus erweitert

Markanter Schriftzug an der Rudolf-Breitscheid-Straße 31: Er soll vor dem Umbau gesichert werden.
Mandy OysSo wird die Rudolf-Breitscheid-Straße 30 in ihrer bisherigen äußeren Gestalt erhalten bleiben. Nummer 31 mit seinem markanten Schriftzug „Für Haushalt und Technik“, der an ein früheres Geschäft erinnert, wird aber abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die Nummer 32 wird separat hergerichtet, da dieses Haus wegen unterschiedlicher Deckenhöhen nicht durchgängig mit den anderen beiden Gebäuden zusammengefasst werden kann. Laut Rinne ist dieses Gebäude auch erst später zum Projekt dazugekommen. Vorstellen könne er sich eine kleine Physiotherapie- oder Logopädiepraxis. Die Nutzerabstimmungen gehen jetzt los. Auch muss noch die Bausubstanz untersucht werden. Ziel sei es aber, möglichst viele Synergieeffekte zwischen den Häusern nutzen zu können.
Bei den Nummern 30 und 31 sei man da schon weiter. Dort seien insgesamt vier Praxen geplant, ergänzte Fachbereichsleiter Nico Zehmke, jeweils zwei im ersten beziehungsweise zweiten Obergeschoss. So soll dort Urologe Jörg-Ingo Kahmann einziehen. Einen Vormietvertrag gebe es darüber hinaus mit den Oberhavel Kliniken für zwei Praxen. „Eine kleine Einheit ist noch frei, da gibt es aber noch nichts Spruchreifes“, so Zehmke weiter.
Der Innenbereich wird laut den Architekten durch eine Durchfahrt erschlossen. 20 Parkplätze und zwei Stellflächen für Krankenwagen sind vorgesehen. Über den Hof sollen die Gebäude auch barrierefrei zugänglich gemacht werden.
Mitte Juni soll die Genehmigungsplanung vorliegen. Noch in diesem Jahr wird voraussichtlich mit dem Bau begonnen werden können, um das Projekt dann Ende 2020 abzuschließen. Schon Mitte dieses Jahres sollen indes nötige Abrissarbeiten starten. Auch der Bürotrakt südlich des Amtssaals, derzeit noch Sitz der Regio Nord, muss weichen. Die Entwicklungsgesellschaft des Mittelzentrums kommt vorübergehend in den Räumen des Amtes unter und wird, wenn alles fertig ist, in der ehemaligen Stellmacherei auf dem Hof der Baustraße 55 residieren.
Es werde sich beim Gebäude Nummer 31 um einen klar erkennbaren Neubau handeln, betonte Nico Zehmke. Richtig sei, dass dieser nicht einhundertprozentig mit der Gestaltungssatzung kompatibel sei, auch wenn er Vorgaben der Satzung durchaus aufnehme. Doch der veranstaltete Architekturwettbeweb stehe in diesem Fall über der Gestaltungssatzung. Das funktioniere auch nur bei einem Neubau. Immobilienbesitzer könnten bei einer Renovierung beispielsweise nicht so verfahren. „Die Denkmalbehörde war auch eingebunden“, versicherte Nico Zehmke.
Architektenwettbewerbfür das Ärztehaus
Im Herbst 2017 fiel die Entscheidung bei dem Wettbewerb zugunsten des Büros Maron Rinne aus Berlin.
Auf den Plätzenlandeten die Büros ELZ Architekten aus Potsdam sowie die Brenncke Architekten GbR aus Schwerin.
Insgesamt beteiligten sich acht Architekten-Büros.
Gesetzt waren fünf Teilnehmer: neben den dreien, die letztlich prämiert wurden, noch das Architekturbüro Grassl Gransee und Feddersen Architekten Berlin ⇥mhe