Nicht abfinden will sich die Stadt Fürstenberg mit der Ablehnung des Widerspruchs gegen die wasserrechtliche Genehmigung einer Steganlage auf dem Röblinsee. Der Landkreis Oberhavel hatte diesen Widerspruch am 3. September zurückgewiesen, nachdem im Juni die Genehmigung zum Bau einer rund 110 Meter langen Steganlage im Röblinsee gegen den Willen der Kommune genehmigt worden war.

Planungshoheit auch auf der Havel

Die Stadt vertritt die Auffassung, dass bei der erteilten Genehmigung das Bauplanungsrecht sowie die Planungshoheit der Gemeinde entgegen der Auffassung des Landkreises auch auf und im Zusammenhang mit der Bundeswasserstraße Havel zu beachten seien, was der Landkreis allerdings verneint. Deshalb rate das von der Stadt beauftragte Berliner Rechtsanwaltsbüro der Kommune, gegen den abgelehnten Widerspruch Klage vor dem Verwaltungsgericht in Potsdam zu erheben, um die wasserrechtliche Genehmigung anzufechten. Ob die Kommune diesen Weg tatsächlich beschreitet, dazu werden die Stadtverordneten bei ihrer nächsten Sitzung einen Beschluss fassen müssen.

Ablehnung auf breiter Front

Gegen die Pläne der Röblinsee GmbH laufen auch die Anwohner Sturm. Sie gründeten die Initiative „Röblinsee für alle“. Neben der Kommune haben andere Widerspruch gegen die Genehmigung der Steganlage eingereicht, unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz, der Naturschutzbelange geltend macht.