Illegale Entsorgung: Müllprobleme beschäftigten Himmelpforter Ortsbeirat

Sollte die absolute Ausnahme bleiben: Überquellende Container sind wahrlich kein schöner Anblick im staatlichen Erholungsort Himmelpfort.
PrivatÜberquellende Papierkörbe
Eine so restriktive Handhabung, um das Müllproblem insbesondere in den Sommermonaten in den Griff zu bekommen, werde es in Fürstenberg nicht geben, wies Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) den Vorschlag sogleich zurück. „In diese Richtung können wir nicht gehen“, so Philipp. Dennoch sind Stadtverwaltung Fürstenberg und der Ortsbeirat von Himmelpfort nach einer recht chaotisch verlaufenden Urlaubersaison alarmiert, was die illegale Entsorgung von Abfällen im Ort anbelangt, als überquellende Papierkörbe und als Müllkippe zweckentfremdeter Containerstellplatz einen unschönen Eindruck bei Besuchern des Weihnachtsortes hinterließen. Auch wenn es mittlerweile wieder einigermaßen ordentlich in Himmelpfort aussieht, das Problem wird nach Einschätzung von Ortsvorsteher Lutz Wilke (AFO) die Verantwortlichen wohl noch länger beschäftigen, weil sich einige Menschen, manche nur auf der Durchreise, nicht an die Gepflogenheiten einer geregelten Müllentsorgung halten würden.
„Schon am Freitag sind die Container voll, wenn sie erst am Montag geleert werden“, konstatierte Wilke. Im Herbst- und Winterhalbjahr gebe es keinerlei Probleme mit der Müllentsorgung. Dann verlaufe alles in geordneten Bahnen. Den Gewerbetreibenden im Ort müsse klar sein, dass sie für die Entsorgung von Verpackungsmaterial extra Container bestellen müssten und sie ihre Pappe nicht in die öffentlich zugänglichen Behältern entsorgen dürften.
Wenn Farbtöpfe, Bauschutt und anderer Unrat am Containerstellplatz einfach abgestellt werden, „da hört der Spaß auf“, so Wilke. Er appellierte an die Himmelpforter: „Lasst uns gegenseitig auf die Finger schauen, damit wir die Kiste vom Eis kriegen. Wir sollten alle die Augen aufhalten und einschreiten, wenn es nötig ist.“
Lob vom Bürgermeister gab es für die AWU Velten, die schon jetzt mehr tue, als sie eigentlich müsse, um den Containerstellplatz sauber zu halten. Probleme bereiten dem Bürgermeister aber jene Zeitgenossen, die mit ihrem Hausmüll spazieren gehen, um ihn in öffentlichen Papierkörben zu entsorgen, um so ein Paar Euro Müllgebühren zu sparen. Da dies Überhand genommen habe und die Stadt Fürstenberg deshalb weit mehr als 10 000 Euro für die Entsorgung des Mülls jährlich aufbringen musste, sah man sich gezwungen, die Zahl der öffentlichen Papierkörbe zu reduzieren. Aber viel mehr Möglichkeiten habe auch die Kommune nicht. Da helfe wohl wirklich nur, hinzuschauen und einzuschreiten, wenn Müllsünder ihre Abfalle irgendwo abkippen, wo sie auf keinen Fall hingehören. Der Ortsbeirat werde die Sache weiter im Auge behalten müssen, stellte der Chef des Ortsbeirates mit.
Legale Entsorgung
Mehr als appellieren an die Vernunft der Menschen kann auch der Ortsbeirat, wenn es um die umweltgerechte Entsorgung von Abfällen geht.
Offenbar ist vielen der Weg zu weit, wenn es darum geht, sonstige Abfälle aus privaten Haushalten zu entsorgen. Denn im Granseer Gewerbegebiet gibt es einen Kleinanlieferbereich.
Elektro-Altgeräte werden von der AWU im Granseer Gewerbegebiet entgegen genommen. Über Metallschrott freuen sich Schrotthändler in der Region. Gelegentlich gibt es Haussammlungen von Firmen, die die Wertstoffe einer Wiederverwertung zuführen.⇥red
