Kirchengemeinde
: Fürstenberger verabschieden Pastor Altemüller

Die evangelischen Christen Fürstenbergs und viele Gäste sagten am Sonntag beim Gottsdienst Pastor Eckhart Altemüller Lebewohl.
Von
Matthias Henke
Fürstenberg
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Sagten Dank im Namen der Gemeinde: Dr. Christoph Heydemann und Werner Otto vom Kirchengemeinderat mit Pastor Eckhart Altemüller und seiner Frau Benedicte (von links)

Matthias Henke

Man verliere einen profilierten Theologen, sagte Pröpstin Britta Carstensen bei der Verabschiedung am Sonntag. Doch gehörte Altemüller nicht zu denjenigen, die Veränderungen als Untergang des Abendlandes ansehen, so Carstensen weiter – womöglich auch als Wink an die Gemeinde, der neuen Zeit gelassen entgegenzublicken.  Manches habe Altemüller in Fürstenberg angestoßen. Manches sei vielleicht auch nicht gelungen, aber Fürstenberg werde zweifellos ein guter Teil seiner Lebensgeschichte bleiben, war sich die Pröpstin sicher.

Frischen Wind habe der Pastor in die Gemeinde gebracht, als dieser 2015 nach Fürstenberg kam, sagte Bürgermeister Robert Philipp (parteilos). Das habe sich schnell herumgesprochen. Persönlich habe er die offene, wohlüberlegte und faire Herangehensweise des Pastors an anstehende Themen zu schätzen gelernt. Sein Weggang nun sei zweifellos ein Verlust. „Sie haben Spuren in den Köpfen und den Herzen der Menschen hinterlassen,“ so Philipp weiter, der Altemüller namens der Verwaltung und der Stadtpolitik seinen Dank aussprach. Dem künftigen Ex–Fürstenberger wünschte Philipp, dieser möge die Wasserstadt seinerseits in guter Erinnerung zu behalten.

Die in den vergangenen Jahren intensivierte Zusammenarbeit in der Ökumene, betonten der neuapostolische Gemeindevorsteher Hardy Wegener und der katholische Dekan Michael Ritschel in ihren Grußworten. Letzter zitierte Papst Johannes XXIII.: „Wir sind nicht auf der Erde, um ein Museum zu hüten, sondern um einen blühenden Garten voller Leben zu pflegen.“ Eine praktische Ausprägung dieser Zusammenarbeit ist der ökumenische Stadtkirchentag, der in diesem Jahr am 8. September begangen wird.

Die Andacht beim Stadtkirchentag am kommenden Sonntag sowie die Jubelkonfirmation am 15. September werden die letzten Male sein, bei denen Altemüller von der Kanzel zur Fürstenberger Gemeinde spricht.

Den Lebendigen Adventskalender, der von Altemüller eingeführte Neuerung im Veranstaltungskalender der Gemeinde, die nicht nur vom Kirchengemeinderats–Vizechef Werner Otto besonders hervorgehoben wurde, wird es indes auch nach Altemüllers Weggang im Dezember wieder geben. Neue Organisatoren haben sich dafür gefunden. Weitere Details dazu sind dem aktuellen Fürstenberger Gemeindebrief zu entnehmen.